KSA
«KSA am Bahnhof» öffnet Anfang April die Türen

Das Kantonsspital Aarau richtet im ersten Stock des Bahnhofs auf 3500 Quadratmetern ein Multiklinikum ein. Für einfache Notfälle steht an sieben Tagen pro Woche eine allgemein-medizinische Praxis offen.

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Der neue Aarauer Bahnhof

Der neue Aarauer Bahnhof

Das neue Aarauer Bahnhofgebäude ist bald auch ein Gesundheitszentrum. Am 2.April eröffnet im ersten Obergeschoss das so genannte «KSA am Bahnhof». Das Kantonsspital Aarau kaufte das gesamte, 3500 Quadratmeter grosse Stockwerk von der Stadt Aarau, welche mit der Zwischeninvestition den grossen Neubau überhaupt erst ermöglicht hatte.

Raumnot lindern

Das Kantonsspital kann mit seiner Filiale am Bahnhof die auf dem bestehenden Areal herrschende Raumnot lindern. Zudem rücke man «noch näher zur Bevölkerung der Stadt Aarau und Umgebung». Angeboten werden:

• ein Zentrum für physikalische Therapie und Rehabilitation

• eine Sprechstunde für Frauen- und Jugendgynäkologie und eine Hebammensprechstunde

• eine Kinderarztpraxis, ein Ambulatorium für Angiologie (Gefässmedizin)

• eine Klinik für Dermatologie und Allergologie.

Bestandteil des Multiklinikums am Bahnhof ist auch eine allgemeinmedizinische Notfallpraxis. Sie ist von Montag bis Freitag von 7 bis 22 Uhr, am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 9 bis 20 Uhr geöffnet.

«Wir sind wie eine Hausarztpraxis eingerichtet», erklärt Ulrich Bürgi, Chefarzt und Bereichsleiter Interdisziplinäres Notfallzentrum am Kantonsspital. Die Praxis verfüge über eine einfache Röntgeneinrichtung und ein kleines Labor. Sie wird in zwei Schichten von insgesamt vier Allgemeinmedizinern beziehungsweise Internisten sowie sechs medizinischen Praxisassistentinnen betrieben.

Bis 25 Patienten

Der Unterschied zum klassischen Hausarzt: Man kann sich ohne Voranmeldung behandeln lassen. Dem Trend, dass immer weniger Leute einen Hausarzt haben und auch in Bagatellfällen das Spital aufsuchen, begegnete das KSA bereits 2008 mit einer Notfallpraxis auf dem eigenen Gelände. In der zusätzlichen, zentral gelegenen Praxis am Bahnhof rechnet Bürgi mit 20 bis 25 Patienten pro Tag.

Ursprünglich wollte das Kantonsspital die niedergelassenen Hausärzte der Region in die neue Praxis einbinden, nachdem diese eine medizinische Überversorgung befürchtet hatten. Entsprechende Gespräche scheiterten jedoch 2010. (trö)