Aarau

Kreuzplatz: Auf und nach der T5 staut es – vom Wynefeld bis an den Tellirain

In Aarau begann gestern die heikelste Woche der Kreuzplatz-Sanierung. Automobilisten und Busbenützer brauchten in der Stosszeit Geduld.

Zu behaupten, der Verkehr in der Kantonshauptstadt sei gestern zusammengebrochen, wäre ebenso falsch, wie zu sagen, es habe gar keinen Stau-Stress gegeben: Aber die Nerven der Verkehrsteilnehmer wurden weniger stark beansprucht, als von den Experten befürchtet.

Bei der Sanierung des Aarauer Kreuzplatzes begannen am Montag die heikelsten Tage. Am Morgen bildete sich auf der T5 stadteinwärts ein kilometerlanger Stau. «Der Zeitverlust betrug 20 Minuten», erklärt ein Stau-Steher. Am frühen Abend dauerte das Warten zeitweise auch fast so lange. Und den Tellirain hinunter bildete sich bis zum Kreisel bei der BBA-Busgarage eine durchgehende, ebenfalls eine rund zwei Kilometer lange Kolonne. Eher überraschend musste fast den ganzen Tag über beim gleichen Kreisel auf der Verlängerung der Aarebrücke/Staffeleggzubringer (Fahrtrichtung Süden) überdurchschnittlich lange angestanden werden.

Der Kreuzplatz ist die Aarauer Verkehrsdrehscheibe schlechthin: Er wird für 1,08 Millionen Franken erneuert. In dieser Woche ist die wichtige Einfahrt aus Osten in die Stadt Aarau über die Rohrerstrasse nicht möglich. Ebenso die Ausfahrt. Wer von Hunzenschwil kommt, muss die T5 beim Knoten Suhrenbrücke verlassen. Er wird über die Aarebrücke (Staffelegg-Zubringer) oder die Neubuchs-/Industriestrasse umgeleitet. Viele Automobilisten wählen auch den Schleichweg über eine Gemeindestrasse, die ohnehin stark befahrene Tellistrasse.

Anders als in früheren Jahren legen die Verantwortlichen grössten Wert auf Stauvermeidung und kurze Bauzeiten. Die neue Linienführung beim Kreuzplatz ist in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag (Arbeitsbeginn 1.30 Uhr) eingerichtet worden. Am Sonntag wurde auf dem Kreuzplatz bereits intensiv gearbeitet. Immer im Einsatz: gegen ein Dutzend Angestellte eines Verkehrsdienstes. Damit sich der Stau-Stress möglichst in Grenzen hält, liessen die Verantwortlichen die Lichtsignalanlage bei der Suhrenbrücke extra umprogrammieren.

Kreisingenieur Michael Wagner hofft auf weiterhin schönes Wetter, insbesondere einen regenfreien Freitag, an dem die Teerarbeiten ausgeführt werden sollen. Wenn alles gut läuft, ist die Sanierung am kommenden Wochenende zwar noch nicht abgeschlossen, aber die verkehrstechnisch heikelste Phase überstanden. Bis dann besteht weiter grosse Staugefahr.

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Autor

Urs Helbling

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