Entfelden

Kreisschulpflege Entfelden erhält einen Beistand

Zum zweitenmal hat die Kreisschule Entfelden auf Führungsebene eine rote Ampel erhalten.

Zum zweitenmal hat die Kreisschule Entfelden auf Führungsebene eine rote Ampel erhalten.

Die externe Schulevaluation hat der Kreisschule Entfelden bei der Schulführung eine rote und beim Arbeitsklima eine gelbe Ampel beschert. Jetzt gibt es professionelle Hilfe vom Kanton.

Die oberste Schulführungsebene der Schule Entfelden ist zurzeit nicht funktionsfähig. Zu diesem Schluss ist die Fachstelle für Schulevaluation gekommen. Die Rollen und Zuständigkeiten sind ihrer Meinung nach unklar. Die bestehenden Konzepte würden teilweise nicht mehr eingehalten. Die Kreisschulpflege und der Gesamtschulleiter hätten ein grosses Glaubwürdigkeits- und Akzeptanzproblem. Fazit: eine rote Ampel im Bereich Schulführung für die Kreisschule Entfelden.

Der angesprochene Gesamtschulleiter Tobias Pflugshaupt-Trösch hat seinen Posten schon vor einem Monat geräumt und wird nun interimistisch von seinem Vorgänger und Stellvertreter David Leuenberger vertreten. Kreisschulpflegepräsidentin Brigitte Frehner ihrerseits tritt – Ende November – aus der Schulpflege zurück, um einen Neuanfang zu ermöglichen.

Schon im Rahmen der letzten regulären Evaluation wurden Mängel auf der obersten Führungsebene festgestellt. Da die aktuelle Evaluation in diesem Bereich erneut Defizite ausweist, hat das Departement eine Führungsbeistandschaft eingesetzt. Das heisst, die Schulpflege wird in den kommenden Monaten durch die Leitung des Inspektorats eng begleitet.

Wie Kreisschulpflegepräsidentin Brigitte Frehner und Interims-Kreisschulleiter David Leuenberger mitteilen, hat die Fachstelle die Resultate der Evaluation unterdessen den Behörden- und Schulleitungsmitgliedern unter der Leitung des Kantonalen Inspektorats eröffnet. An der Sitzung ebenfalls anwesend waren die beiden vom Kreisschulrat am 16. September gewählten neuen Mitglieder der Kreisschulpflege.

Sobald der definitive Bericht vorliegt, sollen die Resultate in vertiefter Form mit den Lehrpersonen und den Mitarbeitenden besprochen werden. Die Schulpflege, so Brigitte Frehner, entscheidet nach den Herbstferien, in welcher Form der Bericht den interessierten Personen zugänglich gemacht wird.

Defizite auch beim Arbeitsklima

Nebst der Schulführung hat die Fachstelle unter anderem das Arbeitsklima an der Kreisschule Entfelden untersucht. Auch hier steht die Ampel nicht auf Grün. Keine rote, aber doch eine gelbe Ampel hat die Fachstelle in diesem Bereich verteilt. Das Arbeitsklima sei zunehmend belastet. Die Vertrauenskrise habe bei Lehrpersonen und Schulleitungspersonen zu Verunsicherungen geführt. Dies habe sich negativ auf die Identifikation mit der Schule Entfelden ausgewirkt.

Im Bereich Elternkontakte erfolgte keine umfassende, datengestützte Beurteilung. Daher kann dieser Bereich nicht durch eine Ampel illustriert werden. Im Rahmen der Elterninterviews stellte die Fachstelle für Schulevaluation aber fest, dass die Elternkontakte zurzeit nicht in allen Bereichen funktionsfähig seien. Die Eltern vermissen gemäss der von der Schulführung verfassten Mitteilung «in der Zusammenarbeit mit der Führungsspitze primär eine interessierte, wertschätzende Grundhaltung und den kompetenten Umgang mit Konflikten und Beschwerden».

Die interne Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Ergebnissen der Evaluation erfolgt nach den Herbstferien. «Es ist unser Ziel, mit professioneller Unterstützung Lösungen für die wiederkehrenden Schwierigkeiten zu finden und diese schnellstmöglich und erfolgreich zu bewältigen», schreibt die Schulführung in ihrer Mitteilung.

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