Entfelden
Kreisschule Entfelden: 14,5-Millionen-Paket kommt vors Volk

Das Volk soll bei der Kreisschule Entfelden über das gesamte Schulhausneubau-Projekt Erlenweg 2 abstimmen. Das Projekt soll mit Projektierung, Planung und Ausführung immerhin 14,5 Millionen Franken kosten.

Katja Schlegel
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Erlenweg 2: Das gesamte Schulhausneubauprojekt der Kreisschule Entfelden kommt an die Urne.

Erlenweg 2: Das gesamte Schulhausneubauprojekt der Kreisschule Entfelden kommt an die Urne.

zvg

Nach den Sitzungen des Kreisschulrates Entfelden muss die Schule noch einmal über die Bücher: Anlässlich der ersten Sitzung vom 11. September wurde der Investitionskredit für das Kindergartenprovisorium Brunnmatt in Oberentfelden abgelehnt und der Investitionskredit für einen Schulpavillon auf der Spielwiese Süd in Oberentfelden zurückgewiesen.

Ausserdem musste die Kreisschule einen neuen Standort für den Pavillon suchen. Und zu guter Letzt wurde auch der Antrag für die Erweiterung des Lehrerzimmers in Unterentfelden abgelehnt.

Genehmigt wurde hingegen der Zusatzkredit für die Vorfinanzierung des Treppen-Ersatzes für das Schulhaus Feld und der Projektierungskredit von 990 000 Franken für den Schulhausneubau Erlenweg 2. Dieser soll aber trotz entsprechender Kompetenz des Kreisschulrats vors Volk kommen.

Am 18. September beriet der Kreisschulrat die überarbeiteten Projekte und beschloss gemäss Antrag der Schulpflege, ein 14,5-Millionen-Gesamtpaket mit Projektierungs-, Planungs- und Ausführungskredit zu schnüren und das Volk an der Urne über den Schulhausneubau Erlenweg 2 entscheiden zu lassen.

Die Überlegung: Sagt das Stimmvolk in den Verbandsgemeinden zum gesamten Projekt ja, gehen weder Geld noch Zeit verloren.

«Das macht Sinn», sagt Gesamtschulleiter David Leuenberger. «Würde das Stimmvolk den Baukredit nach den Projektierungsarbeiten ablehnen, hätten wir fast eine Million Franken in den Sand gesetzt.»

Vielleicht im November an Urne

Damit stehen die Verantwortlichen der Kreisschule Entfelden in den nächsten Monaten vor grossen Herausforderungen. Der Systemwechsel 6/3 (sechs Jahre Primar, drei Jahre Oberstufe) steht vor der Tür, per Schuljahr 2014/2015 braucht es dringend mehr Platz für die Kindergärtler und Primarschüler.

Die Zeit drängt – ob bereits im November über das Schulhausneubau-Gesamtpaket abgestimmt werden kann, wird laut Leuenberger derzeit abgeklärt.

Ebenfalls vors Volk kommen soll der Schulpavillon mit acht Schulzimmereinheiten. Der Kreisschulrat will diesen nämlich nicht, wie von der Schulpflege angedacht, mieten, sondern direkt kaufen.

«Wenn wir den Pavillon fünf Jahre lang mieten, kostet es gleich viel, wie wenn wir ihn kaufen», sagt Leuenberger.

Da es bei so grossen Schulhausprojekten zu Verzögerungen kommen kann, ist es möglich, dass der Pavillon mehrere Jahre im Einsatz stehen wird.

Gesucht werden muss aber ein anderer Standort: Der Kreisschulrat will nicht, dass der Pavillon auf der Spielwiese Süd aufgestellt wird, weil diese von Vereinen genutzt wird. Als Alternative steht das Areal Faeshaus im Raum.

«Dieser Standort wäre denkbar, es gibt bereits eine Vorstudie», sagt Leuenberger. Weil aber der Untergrund unsicherer ist als jener auf der Spielwiese Süd oder Rückbaumassnahmen am Faeshaus notwendig sein könnten, würden die Erstellungskosten höher ausfallen.

Chindsgi: Mit Platz arrangieren

Noch keine Lösung liegt für das Kindergartenproblem vor: Der Kreisschulrat hat den Antrag für den Kindergartenpavillon abgelehnt; die vorhandenen Platzverhältnisse müssten für die Schülerzahlen des nächsten Schuljahres trotz Einführung der integrierten Heilpädagogik ausreichen.

«Das stimmt, eigentlich hätten wir genügend Kindergärten», sagt Leuenberger. «Aber sie stehen am falschen Ort.»

Während in den Aussenquartieren noch Plätze frei seien, seien diejenigen im Zentrum völlig überbelastet. «Zurzeit haben wir noch keine Lösung, wie wir die Kinder in den verschiedenen Kindergärten unterbringen werden», so Leuenberger.

Jedoch sei es tatsächlich so, dass die Kindergarten-Schülerzahlen in Oberentfelden für 2014/2015 leicht rückläufig sind. «Das gibt uns ein bisschen Zeit. Allenfalls beantragen wir das Provisorium zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal.»

Mit den engen Platzverhältnissen arrangieren müssen sich die Lehrer in Unterentfelden. Die Kosten für den Ausbau und das gewonnene Volumen würden in einem schlechten Verhältnis stehen, so die ablehnende Begründung des Kreisschulrates.

Ebenfalls zurückgestellt wurde mit dem Budget 2014 der Betrag von 50 000 Franken für die Neugestaltung der Pausenplätze an der Isegüetlistrasse in Oberentfelden.

Hier hätte die Kreisschule gerne Rückzugsmöglichkeiten geschaffen, um den verschiedenen Altersgruppen und Bedürfnissen der Kinder besser gerecht zu werden. «Diese Entscheide schmerzen», sagt Leuenberger.

Aber der Kreisschulrat habe diese Befugnis und müsse seine Verantwortung in finanziellen Dingen wahrnehmen. «Wir müssen diese Entscheide akzeptieren und uns mit der Situation arrangieren.»

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