Schon heute werden die Bezirksschülerinnen und -schüler aus Küttigen und Biberstein in Aarau unterrichtet. Sek- und Realschüler gehen aber noch in Küttigen zur Schule. Es gibt aber immer weniger von ihnen; die Schülerzahlen gehen zurück. Deshalb kann Küttigen den Oberstufenschulstandort nicht länger halten.

Es war naheliegend, dass sich die Gemeinderäte der beiden betroffenen Gemeinden mit den Behörden der neuen Kreisschule Aarau-Buchs in Verbindung setzen würden, um eine Anschlusslösung zu finden. Ganz dem Kreisschulverband Aarau-Buchs beitreten wollen sie aber nicht; denn dann wären auch die Primarschulen nicht mehr in der Kompetenz der Gemeinden. Deshalb wird nun eine Vertragslösung auf der Oberstufe angestrebt. Wie die beteiligten Gemeinden mitteilen, werden die Zusammenarbeitsverträge im Winter 2018 den Gemeindeversammlungen Küttigen und Biberstein sowie dem Kreisschulrat Aarau-Buchs vorgelegt. Inkrafttreten soll die Zusammenarbeit per Schuljahr 2019/20.

"Die zusätzlichen Aufwände der Kreisschule werden mittels Schulgeld entschädigt", heisst es in der Medienmitteilung der Gemeinden. "Die Kreisschule beabsichtigt, das Oberstufenschulhaus in Küttigen für mindestens fünf Jahre von der Gemeinde Küttigen zu mieten, um der Knappheit an Schulraum in Aarau und Buchs entgegenzuwirken. Die Gemeinde Küttigen beabsichtigt, das Schulhaus nach dieser Übergangszeit für weitere schulische Zwecke zu nutzen. Für die  Gemeinde Küttigen wirkt sich dies, bezüglich des Schulweges und aus finanzieller Sicht, positiv aus. Für die Kreisschule Aarau-Buchs, die Stadt Aarau und die Gemeinde Buchs sind die
Auswirkungen im Bereich der Schulraumplanung ebenfalls positiv."