Aarau

Kranke Bäume müssen gesunden weichen

Stadtgärtner Siegfried Peier vor einem kranken Baum im Francke-Gut.

Stadtgärtner Siegfried Peier vor einem kranken Baum im Francke-Gut.

Im Februar müssen im Rahmen des Pflegekonzepts erneut rund 40 Bäume gefällt werden. Die kranken Exemplare müssen aus Sicherheitsgründen den jüngeren Bäumen Platz schaffen.

Die erste «flächendeckende» Verjüngungsaktion der Aarauer Stadtbäume vor einem Jahr war spektakulär. Damals mussten gleich mehrere markante Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Darunter waren mit der rund 180-jährigen Herzog-Eiche und einer ebenso alten Roteiche beim Zigeunerplatz im Schachen zwei Bäume, die zu den ältesten in der Stadt gehörten.

Auch im laufenden Winter, voraussichtlich Anfang Februar, müssen rund 40 kranke Bäume gefällt werden. Ermittelt worden sind sie im Laufe einer routinemässigen Kontrolle im Sommer. Dabei hat Stadtgärtner Siegfried Peier zusammen mit dem externen Baumsachverständigen Bruno Dreier erneut alle rund 2700 auf dem öffentlichen Stadtgebiet stehenden Bäume auf ihren Zustand untersucht. Erstmals in die Beurteilung mit einbezogen worden sind dabei auch 150 Bäume im neuen Stadtteil Rohr.

Wieder markante Exemplare

Ein Baum mit dem Bekanntheitsgrad einer Herzog-Eiche befindet sich diesmal nicht unter den Verjüngungskandidaten. Dennoch müssen aber ein paar markante Exemplare gefällt werden. Der grösste zu fällende Baum mit einem Stamm-Umfang von knapp 5 Metern steht auf dem Francke-Gut. Er leidet an Pilzbefall. Ebenfalls recht mächtig sind die zwei Linden, die aus dem Alleebestand entlang der Schachenstrasse genommen werden müssen. Die beiden Bäume sind innen faul und mussten wegen Bruchgefahr schon vor Jahren gesichert werden (siehe Bild oben). Die Allee an der Schachenstrasse ist übrigens rund 140 Jahre alt. Die Bäume sind um 1871 von Internierten der Bourbaki-Armee gepflanzt worden.

Baumbestand langfristig erhalten

Die anstehenden Eingriffe in den Baumbestand dienen dem langfristigen Erhalt des Aarauer Baumbestandes. In den Sommermonaten 2007 sowie 2009 sind alle Bäume auf dem öffentlichen Grund standortmässig erfasst und beurteilt worden. «Das erlaubt der Stadt, Unterhalt, Pflege und Ersatz der Stadtbäume sehr gut zu planen», erklärte Thomas Hossli von der Umweltfachstelle Tiefbau im Stadtbauamt.

Die meisten Bäume, die im nächsten Monat der Motorsäge zum Opfer fallen, werden durch junge, schon gut ausgebildete und kräftige Exemplare ersetzt. Die Neu-Pflanzungen werden im Frühling und Herbst vorgenommen.

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