Oberentfelden
Kommt die Sackgebühr ein zwölftes Mal vors Volk?

Die Gemeinde Oberentfelden rutscht im nächsten Jahr in die roten Zahlen. Eine Einnahmequelle für das fehlende Geld wären die Entsorgungsgebühren. Nur wehren sich die Oberentfeldner seit Jahren mit Händen und Füssen dagegen.

Merken
Drucken
Teilen

Aargauer Zeitung

Das Loch in der Gemeindekasse von Oberenfelden ist gross - eine halbe Million Franken gross. Höchste Zeit nachzudenken, wie man das fehlende Geld wieder reinholt. «Die Einführung der Abfallgebühren könnten wieder zum Thema werden», sagt Gemeindeammann Ruedi Berger zu «Radio Argovia».

Wie schwierig dieses Vorhaben jedoch ist, zeigt ein Blick auf die letzten 38 Jahre: Die Oberentfelder Bevölkerung erteilte dem Vorhaben an der Urne bereits elf Mal eine Abfuhr. Das letzte Mal vor zwei Jahren, als die Gegner mit 281 Stimmen Vorsprung die Gebühr verhinderten. «Ich bezweifle deshalb, dass der Souverän nun plötzlich die Meinung ändert, Defizit hin oder her», sagt Vize-Ammann Vreni Fricker gegenüber az aargauerzeitung.ch.

Und auch für Hans Walser-Künstler, seit zehn Jahren überzeugter Kämpfer gegen die Gebühr, ist klar: «Gibt es einen neuen Anlauf werde ich mich erneut zur Wehr setzen.»

Es droht die Zwangseinführung

Spätestens Ende 2011 muss sich aber auch Walser-Künstler geschlagen geben. Dann nämlich läuft die Übergangsfrist des Kantons Aargau zur Einführung der Entsorgungsgebühren ab. «Hat sich bis dahin nichts geändert, gibt es eine Zwangseinführung», sagt Fricker.

Dies gilt auch für die Gemeinde Oberwil-Lieli. Neben Oberenfelden ist sie die einzige Aargauer Gemeinde, die sich bisher erfolgreich gegen die Entsorgungskosten gewehrt hat. (jep)