Kommentar
Waren es doch die Nachwehen des Zukunftsraums?

Eine Einschätzung zu den Gemeinderatswahlen in Suhr, bei denen das Mitte-links-Bündnis Zukunft Suhr nach acht Jahren ihre Mehrheit im Gremium verlor – und auch gleich das Präsidium.

Daniel Vizentini
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Gemeinderat Thomas Baumann und Gemeindepräsident Marco Genoni in dem Moment, als sie die Wahlresultate erfahren.

Gemeinderat Thomas Baumann und Gemeindepräsident Marco Genoni in dem Moment, als sie die Wahlresultate erfahren.

Fabio Baranzini

Unerwartet ist der Wahlausgang in Suhr nicht: Die Bürgerlichen führten einen sehr aktiven Wahlkampf, nahmen den Schwung aus der gewonnenen Zukunftsraum-Abstimmung mit und gingen taktisch klug vor. Zudem dürfte der Vorfall mit dem Baum, der vor den Parkplätzen der Neuüberbauung der Anna-Heer-Strasse gepflanzt wurde, Bau-Ressort-Vorsteher Thomas Baumann hart getroffen haben.

Beim Versuch, die Gründe zu ertasten, gab der wiedergewählte Gemeinderat Daniel Rüetschi (51, FDP) gestern einen guten Input: Der Zukunftsraum habe die Fronten verhärtet. Er hofft nun, dass wieder mehr Frieden einkehrt. Einen schönen Anfang machten gestern die drei Kandidierenden von Zukunft Suhr, die kurz an der Siegesfeier der Bürgerlichen vorbeigingen und ihren Kontrahenten gratulierten.

Alle drei gewählten bürgerlichen Gemeinderäte sagen: Zukunft Suhr bringt gute Ideen. Sie bemängeln aber eine «Ungeduld» in der Umsetzung. Manchmal sei es besser, einen Schritt zu warten und dafür die Bevölkerung besser einzubinden, sagt Daniel Rüetschi.

Die Bürgerlichen stehen nun in der Verantwortung: Ihren Wahlversprechen für «gute Kommunikation» und «mehr Transparenz» müssen sie Taten folgen lassen. David Hämmerli steht zudem eine grosse Aufgabe bevor, sollte er das Finanzressort von Marco Genoni übernehmen.

1 Kommentar
scaleo

Sicher auch nicht kam an, wie das Präsidium von Zukunft Suhr teilweise auf die Frau gespielt hat. Ist sicher vielen auch sauer aufgestossen. Selber nur immer blabla und "me chönnt, meh set" und dann ohne Leistungsausweis auf eine langjährige Gemeinderätin schiessen. Geht gar nicht!

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