Kommentar
Bei Stadion wie Spital: Mehr Transparenz bei Einsprechern und ihren Interessen bitte

Der Einsprecher gegen den Neubau des Kantonsspitals Aarau hat eingelenkt. Nicht auszudenken, wäre das Projekt blockiert geblieben, sagte Stadtrat Hanspeter Thür nach der Einigung. Einmal mehr stellt sich die Frage über Rolle und Agieren von Einsprechern.

Urs Helbling
Urs Helbling
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Die Baustelle beim Kantonsspital Aarau.

Die Baustelle beim Kantonsspital Aarau.

Michael Küng

Das Kantonsspital und das Fussballstadion sind sehr unterschiedliche Fälle: Beim einen geht es um eine halbe Milliarde Franken für die Lebenserhaltung, beim anderen um 50 Millionen Franken für die Lebensfreude.

Die Fälle haben aber etwas gemeinsam: den Widerstand der Einsprecher. Das Kantonsspital profitiert jetzt davon, dass es bewilligungsmässig den eigentlichen Neubau vom Parkhaus getrennt hat – und Gleiches jetzt auch noch für die Vorfahrt tut.

Ohne diesen geschickten Schachzug wäre der Spitalneubau wie das Stadion auf Jahre hinaus blockiert. Von einigen wenigen, die aus der Anonymität hinaus operieren.

Warum müssen eigentlich Einsprecher nicht öffentlich mit ihren Namen zu ihren Forderungen stehen?

Warum können sie verdeckt ihre Partialinteressen verfolgen? Es ist höchste Zeit, darüber nachzudenken.

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