Aarau
Koch überrascht Altersheimbewohner mit einer Stubete

Schwyzerörgeli, Bratwürste und Alpenkräutertee – Golatti-Koch Thomas Richiger hat für den volkstümlichen Nachmittag an alles gedacht. Die Stubete ist seine Projektarbeit für die Weiterbildung zum Heimkoch.

Katja Schlegel
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Golatti-Koch überrascht Altersheimbewohner mit Stubete
11 Bilder
Susi Götsch und Heidi Frei freuen sich über die Musik
Rolf Bircher hat die Musik aus dem Zimmer gelockt
Heinrich Diethelm, Leiter der Küche, bereitet die Vorspeise vor
Heidi und Heidi haben sich vorher nicht gekannt, verstehen sich aber bestens
Ein Alphornbläser liefert urchige Töne
Dorli Zumbach (li.) und Margrit Mattmann freuen sich über die Abwechslung.
Die Burgjodler sprechen das Publikum an, auch in den oberen Stöcken
Die Burgjodler Göskon aus Obergösgen
Den Bewohnern gefällt das Ständchen
Das Golatti-Team hat alles liebevoll dekoriert

Golatti-Koch überrascht Altersheimbewohner mit Stubete

Katja Schlegel

Vorsichtig nippt die alte Dame am Alpenkräutertee und überlegt kurz. Pfefferminze? «Nein, Lindenblüte.» Susi Götsch stellt das Glas ab. «Was auch immer drin ist, fein ist er», sagt sie und lacht. Sitznachbarin Heidi Frei freut sich über die Tischdekoration: eine Vase gefüllt mit Strohblumen im Heubett, ums Glas eine rot-weiss-karrierte Schleife. «Die haben sich eine solche Mühe gemacht, das ist wunderschön.»

Überhaupt ist alles sehr gelungen. Die Musikauswahl mit Alphornspielern, Schwyzerörgeli und Jodlerclub, das Essen mit Birewegge, Speckzopf, Bratwurst und Rüeblitorte. Eine richtige währschafte Stubete ist den Bewohnern des Alters- und Pflegeheims Golatti auf die Terrasse gezaubert worden – und das alles als grosse Überraschung. Keiner der Bewohner wusste so recht, was an diesem Donnerstagnachmittag passieren würde.

Hauptverantwortlich dafür ist der stellvertretende Küchenchef Thomas Richiger: Zu seiner Weiterbildung zum Heimkoch gehört eine Projektarbeit. Die Vorgabe: Einen Anlass für die Bewohner organisieren, der das ganze Heim samt Leitung miteinbezieht. «So musste ich einmal raus aus der Küche», sagt er. Ungewohnt sei das gewesen und auch etwas anstrengend. «Aber eine gute Erfahrung.» So gut, dass sich die Heimleitung überlegt, jedes Jahr eine «Stubete» durchzuführen.

«Ich freue mich sehr über diese schöne Abwechslung», sagt Dorli Zumbach. Und Rolf Bircher, der sich eben an die Tafel gesetzt hat, meint: «Ich war im Zimmer und habe diese Musik von draussen gehört, da musste ich einfach runterkommen.» Vor lauter Begeisterung summt er beim Jodel der Burgjodler Göskon mit. Die zufriedenen Gesichter der Bewohner freuen Organisator Richiger: «Ich glaube, ich habe den Bewohnern etwas Gutes tun können.»

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