Erlinsbach AG

Knappes Ja zu Tempo 30 und neuer Vizepräsident

Auf der Küttigerstrasse in Erlinsbach soll auch künftig Tempo 50 gelten.

Küttigerstrasse, Erlinsbach AG

Auf der Küttigerstrasse in Erlinsbach soll auch künftig Tempo 50 gelten.

An der Gemeindeversammlung stimmten die Erlinsbacher der flächendeckenden Einführung von Tempo 30 in den Quartieren noch grossmehrheitlich zu. An der Urne war das Resultat sehr viel knapper.

Nur 25 Stimmen machten den Unterschied: Die Erlinsbacher stimmten an der Urne mit 866 Ja zu 841 Nein der flächendeckenden Einführung von Tempo 30 in den Quartieren (ausser Laurenzenbad und Hard) zu. Die Stimmbeteiligung lag bei 58,8 Prozent.

An der Gemeindeversammlung war das Resulat noch grossmehrheitlich für Tempo 30 - beziehungsweise für den dazu notwendigen Kredit von 105'000 Franken – ausgefallen. Daraufhin ergriff die "IG gegen Tempo 30" innert Rekordzeit das Referendum. IG-Initiant und SVP-Ortsparteipräsident Richard Meier sagte gegenüber der AZ: "Da waren Leute, die wurden zuvor noch nie an einer Gmeind gesehen und werden wohl auch künftig nicht mehr gesehen. Die Tempo-30-Befürworter haben sehr gut mobilisiert, dafür muss man ihnen ein Kränzli winden. Wären dieselben Stimmbürger gekommen wie sonst auch und wäre das Ergebnis dann auch so klar ausgefallen, hätten wir das Referendum wohl gar nicht ergriffen." Die IG stellte sich auf den Standpunkt, dass es Tempo 30 in den Quartieren nicht brauche.

Heinz Pfluger ist neuer Vizepräsident

Gewählt hat Erlinsbach ausserdem einen neuen Vizepräsident als Nachfolger des zurückgetretenen Roberto Heller (SVP): Mit 1042 Stimmen obsiegte Heinz Pfluger (57, parteilos). Eduard Bircher (43, SVP) machte 505 Stimmen. Pfluger ist Kantonspolizist, Bircher ist Landwirt. 

Der aktuelle Gemeinderat sieht demnach so aus: Gemeindepräsidentin ist Monika Schenker (CVP), Vizepräsident Heinz Pfluger (parteilos, früher FDP), die drei weiteren Ratsmitglieder sind Eduard Bircher (SVP), Stefanie Stirnemann (FDP) und Jonas Graf (FDP).  Die SVP verlor nach dem Rücktritt von Markus Lüthy in der neuen Amtsperiode das Präsidium, hatte dafür aber auch das Vizepräsidium inne und insgesamt zwei Sitze. Bei der Neuvergabe des Sitzes von Heller im vergangenen Mai kandidierte die SVP gar nicht, versuchte aber, mit Eduard Bircher das Vizepräsidium zu halten. Das hat sie jetzt verloren.

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