Interview

Knapp 100 Tage vor dem Turnfest in Aarau: «Wir bieten ein riesiges Volksfest»

Eidgenössisches Turnfest Aarau

Geschäftsführer Stefan Riner: «Im Moment habe ich noch keine schlaflosen Nächte.»

Bis zum eidgenössischen Turnfest in Aarau dauert es noch 104 Tage. Geschäftsführer Stefan Riner gewährt im Interview mit «Tele M1» einen Einblick in seine Arbeit.

Stefan Riner, wie fest kribbelt es schon?

Es kribbelt schon extrem und von Tag zu Tag mehr. Wenn ich sehe, dass jetzt wirklich etwas entsteht, freue ich mich extrem.

Lange hat man auf Plänen gearbeitet. Ist es wichtig, zu sehen, dass jetzt wirklich etwas geht?

Es ist ein sehr wichtiger Moment. Es wird einem auch bewusst, welche Dimensionen das Fest haben wird. Bis jetzt war die Brücke (über die Aare, Anm. d. Red) ein kleines Bälkchen auf einem Plan. Es ist sehr imposant, zu sehen, was für die Brücke alles aufgestellt werden muss.

Am Montagabend ist das Floss für den Rammbagger vorbereitet worden, am Dienstag sind die ersten Holzpfähle in den Flussgrund gerammt worden.

Am Montagabend ist das Floss für den Rammbagger vorbereitet worden, am Dienstag sind die ersten Holzpfähle in den Flussgrund gerammt worden.

  

Was bieten Sie am Turnfest den Zuschauern, die nicht turnen?

Wir bieten nebst einem riesigen Volksfest auch einen Einblick in den Turnsport. Wir haben mit 108 Disziplinen und Kategorien die ganze Bandbreite, die es im Turnsport gibt. Da ist für jeden Zuschauer etwas dabei. Vielleicht wird man auch dazu animiert, selbst etwas in diese Richtung zu machen.

Auf was freuen Sie sich besonders?

Auf die Eröffnungsfeier. Dann sehen wir das Resultat, auf das wir drei Jahre hingearbeitet haben.

Was bereitet Ihnen derzeit schlaflose Nächte?

Im Moment habe ich noch keine schlaflosen Nächte. Die Müdigkeit von der Arbeit ist noch grösser. Klar: Nervosität und Unsicherheiten gibt es schon. Aber die sind im Moment noch im grünen Bereich. Wir werden sie bis am Schluss in den Griff bekommen.

Welche Herausforderungen müssen Sie noch überwinden?

Das Budget ist eine grosse Herausforderung. Wir haben sehr eng budgetiert. Wir sparen überall Kosten ein und arbeiten effizient, damit wir das Budget einhalten können und eine schwarze Null erreichen.

Das letzte Eidgenössische Turnfest in Biel wurde von einem Sturm heimgesucht. Inwiefern hat sich das auf die Organisation in Aarau ausgewirkt?

Wir wurden von allen Seiten darauf angesprochen. Wir haben uns im Vorfeld intensiv mit der Wetter-Thematik auseinandergesetzt. Wir haben extra ein Ressort Meteo gebildet in der Abteilung Sicherheit. Dort wird man das Wetter verfolgen und uns auf dem Laufenden halten. Wir bereiten alles Menschenmögliche vor.

Welche Vorfreude treibt Sie bei Ihrer Arbeit an?

Ich freue mich auf den Moment, in dem die Vereine einlaufen werden, auch die kleinen, wenn alle Turner gleich gekleidet. Wenn ich sehe, wie die Vereine zusammenhalten, im Wettkampf alles geben und danach zusammen ein Fest feiern, weiss ich: Auf das habe ich gearbeitet. (mwa)

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