Erlinsbach
Knallraketen waren weit über das Erzbachtal hinaus hörbar

Kakofonischer Fasnachtsauftakt im Erzbachtal machten den Anfang für die närrische Zeit.

René Birri
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Mit drei Knallraketen ist der Bevölkerung weit über das Erzbachtal hinaus kundgemacht worden, dass die närrische Zeit nicht mehr allzu weit weg sein kann. Die Konzerte der Guggenmusiken mit ihren schrägen Tönen und das anschliessende Hilarifest machten den verheissungsvollen Auftakt in Erlinsbach.

Fünf Formationen mit ihren bunten Kostümen warteten ungeduldig auf ihre Auftritte. Die Zeit ist gekommen, das in den Proben einstudierte Programm der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und es war gewaltig, mit was für mannigfaltigen Vorträgen die vier Guggenmusiken und die Tambouren «Speuz» das zahlreich anwesende Publikum unterhielten.

Nach katholischer Liturgie wird die Weihnachtszeit am 6.Januar mit dem Hochfest Epiphanias (volkstümlich Tag der Heiligen Drei Könige) abgeschlossen. In den deutschsprachigen Ländern ist dies traditionell der Beginn der Fasnachtszeit. Dem Dreikönigsfest folgt am 13.Januar der Oktavtag, der gleichzeitig der Gedenktag des heiligen Hilarius von Poitiers ist.

Lateinisch heisst heiter «hilaris»

Weil «hilaris» auf Lateinisch «fröhlich, heiter» heisst, befanden die Solothurner, der 13.Januar eigne sich treffender für den Fasnachtsbeginn als der 6.Januar. In den meisten Fasnachtshochburgen findet deshalb der Fasnachtsauftakt am Samstag vor dem 13.Januar statt. «Hilarität» (römisch Hilaria) war ein Fest heiteren Charakters am 25. März und Hilarius, der Bischof von Poitiers (Südfrankreich), lebte 310–367 n.Chr.

Das Fasnachtskomitee, das für eine gute Organisation und einen reibungslosen Ablauf der Fasnacht im Erzbachtal verantwortlich ist, setzt sich aus meist jungen Mitgliedern zusammen. Der Proklamation konnte man entnehmen, dass es im Erzbachtal nicht weniger als 72 Vereine aller Arten gibt. Diese Organisationen beleben Erzbachtal kulturell und auch sportlich. Auch können die Vereine der beiden politischen Gemeinden beidseits des Erzbachtals zusammenarbeiten, was das unvergessliche Waldfest Speuz bewies. Dem Verfasser und Präsentator der Proklamation, Marco Lindegger, liegt es am Herzen, dass der Geist der guten Zusammenarbeit der Speuzer Vereine auch auf die Fasnacht überschwappt.