Umweltpolitik

Klimademo in Aarau: «Wir wollen auch eine Zukunft»

Mehrere Dutzend Personen zogen am Samstagnachmittag mit Plakaten und Parolen durch die Aarauer Innenstadt. Sie fordern eine konsequentere Klimapolitik - und zwar sofort.

Manche kamen Barfuss. Andere mit Anzug, Gilet und Krawatte. Auf dem Shirt, das sich über einen Babybauch spannte, stand «Stop burning my future»: Am Samstagnachmittag zogen mehrere Dutzend Personen an einer Klimademo vom Bahnhof her durch die Aarauer Innenstadt. Zuvor wurden sie von den Organisatoren ermahnt: Maske auf, «und bitte seid friedlich und freundlich zu Menschen und Sachen». 

Es erschienen einige Dutzend Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die meisten sehr jung, aber auch der eine oder andere grauhaarige Kopf war zu sehen. Lautstark Parolen singend - in drei Sprachen - machten sie Passanten auf sich aufmerksam: «The oceans are rising and so are we», oder «PolitikerInne, jetzt packeds aa, mir wänd au e Zuekunft haa.» Und - inklusive Turneinlage - «Ufe mit de Klimaziel, abe mit em CO2.»

In der vollen Innenstadt war den Demonstrantinnen und Demonstranten die - mehrheitlich wohlwollende - Aufmerksamkeit gewiss. «S'isch scho z spoot», sagte eine ältere Frau vor dem «Brändli», «es ist einfach fünfzig Jahre zu spät.»

An der Klimademo in Aarau forderten die Teilnehmenden lautstark eine konsequentere Klimapolitik

An der Klimademo stellten die Teilnehmenden lautstark ihre Forderungen

Umzug führte teils zu Staus und Verspätungen

Der bewilligte und von der Polizei begleitete Umzug dauerte rund eine Stunde. Er verursachte temporäre Staus und Verspätungen im Bus-Netz.

Am Ende der Demo, auf dem Aargauerplatz, gabs Reden, Musik und eine Einschwörung auf die Grossratswahlen: «In den nächsten vier Jahren müssen wichtige Klimamassnahmen auch auf kantonaler Ebene beschlossen werden», sagte Sprecherin Mechthild Mus (Klimastreik Aargau). Es sei wichtig, dass man wählen gehe, und zwar die Richtigen: «Oder sollen Politiker, die nur noch fünfzehn Jahre zu leben haben, über unsere Zukunft entscheiden?» Sie betonte, im Gegensatz zur Coronapandemie habe man bei der Klimakrise einen grossen Vorteil: «Wir Menschen sind die Ursache.» Das könne man ändern, «also packen wir es als Gesellschaft an».

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