Bei bitterer Kälte wurde am 23. Januar der offizielle Spatenstich für den Neubau von Kindergarten und Tagesstruktur-Gebäude in Rohr gefeiert. Da waren die Bauarbeiten allerdings schon zwei Monate im Gang. Deshalb sind die Bauverantwortlichen nun schon so weit, in die Höhe gehen zu können.

Laut Bruno Reinhard, Geschäftsleitungsmitglied vom Planungs- und Baubüro baderpartner, wurden noch 2018 alle Rückbauarbeiten erledigt und die Werkanschlüsse in die Parzelle gezogen. Ab dem Spatenstich wurden die Aushubarbeiten und anschliessend die Betonarbeiten durchgeführt. Letztere haben bis Ende April gedauert «Teilweise mussten sie wegen der Kälte unterbrochen werden», berichtet Reinhard.

Ab dieser Woche werden nun die Holzelemente eingesetzt. Sie wurden bei der Firma Mangold Holzbau (Hauptsitz Ormalingen BL, Produktion in Kaiseraugst) vorfabriziert. Es dürfte rasch vorwärtsgehen – vielleicht nicht heute Mittwoch, wenn das Wetter allzu garstig ist, aber in den nächsten Tagen. Schon bald wird man sehen können, wo die Kinder künftig den Hort, die Krippe oder den Kindergarten besuchen.

«Sobald der Holzelementbau gestellt ist, gilt es als erstes, das Dach abzudichten und dann die Fenster zu montieren», so Bruno Reinhard. «Wenn die Gebäudehülle dicht ist, kann im Gebäudeinneren mit den Installationsarbeiten begonnen werden. Im Aussenbereich wird die aufwendige Schindelfassade erstellt sowie das Flachdach gebaut.»Danach folgen die weiteren Innenausbauarbeiten. «Aufgrund der Platzverhältnisse werden die beiden Gartenhäuser sowie die Umgebungsarbeiten eher hinten angeordnet im Bauprogramm», erklärt Reinhard.

Bezug im Mai 2020 realistisch

Grundsätzlich stehe man gut im Zeitplan. Nach heutigem Erkenntnisstand stehe dem angepeilten Endtermin, nach dem die Gebäude bezogen werden können, nichts im Wege. Das wäre dann der Mai 2020, also in einem Jahr. «Dennoch bildet das Wetter noch eine gewisse Unsicherheit für die Aufrichtarbeiten», betont Reinhard.

Das Bauprojekt trägt den Namen «Zottel, Zick und Zwerg II». Es stammt vom Zürcher Planerteam um die Architektin Aita Flury und von den Landschaftsarchitekten des Büros Müller Illien. Das Projekt kostet, inklusive Projektierungskredit, knapp 8,1 Mio. Franken. Bei der Schulanlage Brunnbach entstehen zwei vorfabrizierte Holzrahmenelementbauten mit einer Holzfassade. Diese ist zum Teil mit Schindeln verkleidet. Das Kindergartengebäude ist nur eingeschossig, aber langgezogen. Darin entstehen drei nebeneinanderliegende Kindergartenabteilungen. Das zweite Gebäude hat einen quadratischen Grundriss. Ins Erdgeschoss kommt die Kinderkrippe, ins Obergeschoss der Hort. Nach intensiver Suche konnte die Stadt in der Luzerner Small Foot AG eine Betreiberin finden.