Attraktion

Kino Aarau plant ab nächster Saison einen Biergarten im Schlosspark

Jeweils den Sommer lang 168 Sitzplätze: So stellt sich die Kino Aarau AG ihren Biergarten vor. Rechts der Container mit Buffet, Küche und Lager.

Jeweils den Sommer lang 168 Sitzplätze: So stellt sich die Kino Aarau AG ihren Biergarten vor. Rechts der Container mit Buffet, Küche und Lager.

Das wird eine Bereicherung für die Aarauer Frischluft-Szene. Eine neue Attraktion für all diejenigen, die gerne bei schönem Wetter draussen sitzen. Sei es über Mittag oder am Abend.

Die Kino Aarau AG möchte beim Stadtmuseum den «Schloss-Biergarten» realisieren. Das Baugesuch für die Investition in der Grössenordnung von 450'000 Franken liegt bis am 13. Januar auf.

Der Biergarten soll vom 1. April bis zum 30. September, also sechs Monate lang, in Betrieb sein. Im Idealfall sieben Tage in der Woche. Natürlich nur bei freundlichem Wetter. Sieben Tage pro Woche, in der Regel bis 24 Uhr, in den Nächten auf den Samstag und auf den Sonntag bis 2 Uhr.

«Wir planen nicht mehr als sieben Eventveranstaltungen pro Biergartensaison», heisst es in den Baugesuchsunterlagen. Investor und Gastgeber ist Rolf Portmann, der Besitzer und CEO der Kino Aarau AG. «Vor Ort wird aber in erster Linie ein Gastronomie-Profi den Betrieb leiten», steht dort geschrieben.

Der Biergarten besteht aus dem Konsumationsbereich im Schlossgarten. Geplant sind 168 Plätze an Vierer- und Sechsertischen. Dazu gibt es den «längsten Stammtisch der Stadt» mit 60 Plätzen. Die Ausgabe von Speisen und Getränken, die Küche und das Lager befinden sich in Containern im Süden des Areals. Es wird einen Kinderspielplatz und WC-Anlagen geben.

«Dann wird es in Aarau keine Kinos mehr geben»

Warum expandiert das Kino in die Gastronomie? Rolf Portmann schreibt im Baugesuch von «immensen Herausforderungen, mit denen die Stadtkinos konfrontiert sind – ganz speziell nach dem schlechten Kinojahr 2018. «Wir stehen zum Standort Aarau, wir stehen zu unseren Wurzeln und wir möchten in erster Linie Kinobetrieb bleiben», schreibt Rolf Portmann im Baugesuch. «Können wir unser Nebengeschäft aber nicht in kürzester Zeit ausbauen, wird es in Aarau keine Kinos mehr geben.»

Die Kino Aarau AG beschäftigt rund 50 Personen (etwa 35 bis 40 Vollzeitstellen). Zuletzt hat sie ihre Immobilie an der Kasinostrasse – das Kino «Ideal» – verkauft und dafür einen langen Mietvertrag abgeschlossen.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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