Schule Entfelden

Kinder müssen im Gang unterrichtet werden – weil Schulraum knapp ist

Nach den Sommerferien sollen hier die Erstklässler zur Schule gehen.

Nach den Sommerferien sollen hier die Erstklässler zur Schule gehen.

Am 9. Februar stimmen die Unterentfelder und Oberentfelder über einen Kredit von 2,2 Millionen Franken für den Bau des Schulpavillons Matte ab. An der Infoveranstaltung vom Mittwochabend wurde dargelegt, wie dringend nötig neuer Raum ist.

Die Informationsveranstaltung der Schule Entfelden zum Schulpavillon Matte und die weitere Schulraumplanung im Vorfeld der Abstimmung vom 9. Februar stiess auf mittelmässiges Interesse. Nur rund 30 Personen kamen am Mittwochabend ins Bezirksschulhaus, darunter Mitglieder des Gemeinde- und des Kreisschulrats.

Eine Gruppe Eltern künftiger Erstklässler wollte wissen, wie denn dieser Pavillon aussehe; ob es sich um einen währschaften Bau oder nur um ein Provisorium handle. Schliesslich sollen im Sommer 2014 sämtliche Erstklässler in diesem Pavillon unterrichtet werden. Schulpflege und Schulleitung konnten diesbezüglich entwarnen. Der Pavillon Matte ist zwar modulartig aufgebaut, bietet aber qualitativ hochwertigen Schulraum im Minergie-Standard.

Pavillon-Ausrichtung kritisiert

Diskutiert wurde auch über die Ausrichtung des Pavillons. So, wie er gemäss Planung zu stehen käme, ragt die eine Gebäudeecke in den Garten der Kindertagesstätte «Äntenäscht». Diese Pläne stossen bei den Kita-Verantwortlichen auf wenig Gegenliebe. Die Schule versteht den Einwand, muss aber die Bedürfnisse der Schüler vertreten. Jetzt wird die Bauverwaltung abklären müssen, ob der Pavillon unter der Berücksichtigung der schulischen Bedürfnisse und baulichen Richtlinien etwas verschoben oder abgedreht werden könnte.

Beim Thema Schulraumplanung und dem 14,5-Millionen-Projekt Schulhaus Erlenweg 2, über das am 18. Mai abgestimmt wird, tauchten die erwarteten Fragen auf: Braucht es das Schulhaus wirklich? Könnte auf den Pavillon verzichtet und das Schulhaus rascher realisiert werden? Können sich die Gemeinden das leisten? Gibt es keine günstigere Variante? Und was passiert mit dem Pavillon, wenn das Schulhaus bezogen werden kann?

Pavillon aus Ausweichmöglichkeit

Gesamtschulleiter David Leuenberger erklärte, wie prekär die Platzsituation heute sei, dass die Kinder zeitweise gar in den Schulhausgängen unterrichtet werden müssten. «Wir haben keinerlei Raumreserven mehr.» Der Pavillon könnte die Not bis zum Bezug des Neubaus lindern, und danach als Ausweichmöglichkeit für die Klassen in den anderen Schulhäusern genutzt werden. Denn die Schulgebäude, so Schulpfleger Georges Brandenberg, hätten im Schnitt ein Alter von 45 Jahren und müssen in den nächsten Jahren dringend saniert werden. Die Strategie, mit Leichtbauweise die kurz- und mittelfristige, mit Massivbau die mittel- und langfristige Planung anzugehen, sei durchaus sinnvoll.

«Ich hoffe, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger den Handlungsbedarf bezüglich Pavillon Matte erkennen und den Kredit an der Urne sprechen», so Leuenberger. Er sei optimistisch, der Rückhalt der Schule in der Bevölkerung sei sehr gross.

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