Biberstein
Kinder graben, was das Zeug hält beim Spatenstich für das neue Schulhaus

Ein Baumhaus, einen Pool oder eine Skateboardbahn: Die Kinder haben viele Wünsche wenn es um das neue Schulhaus im Schachen geht. Um so fleissiger halfen sie beim feierlichen Spatenstich mit und schrieben ihre Wünsche auf bunte Papierflieger.

Elia Diehl (Text und Fotos)
Drucken
Teilen
Spatenstich für den Schulhausausbau im Bibersteiner Schachen: Die Schulkinder graben, was das Zeug hält.

Spatenstich für den Schulhausausbau im Bibersteiner Schachen: Die Schulkinder graben, was das Zeug hält.

Neben dem Schulhaus aus den 60er-Jahren, wo einst der Kindergarten stand, klafft nun eine Baugrube im Bibersteiner Schachen. Hier wird nun die 8,7 Millionen teure Schulhauserweiterung gebaut.

Der Gemeinderat Biberstein lud am Dienstagmorgen zum symbolischen Spatenstich – und er erhielt kräftige Unterstützung der Primarschüler.

Gemeinderat Rolf Meyer eröffnete die Feier, auf der Raupe des mit der Bibersteiner Fahne geschmückten Baggers stehend, mit wenigen Worten. Dann übernahmen die gut 50 Kinder das Zepter.

Sie sangen der hinter dicken Wolken versteckten Sonne die Lieder «Sonnestrahl tanz emal» und «Sonnestrahl lücht eus über Bärg ond Tal». Und wie als hätte sie es gehört, zeigte sich die Sonne und blieb bis zum Feierende.

Bunte Papierflieger mit Wünschen

Darauf liessen die Kinder ihre farbigen und selbst gebastelten Papierflieger in die Baugrube fliegen, sofern sie im Wind nicht gleich abstürzten.

Auf die Flieger hatte jeder seine Wünsche für den Schulhausneubau geschrieben. «Wir wollten etwas anderes und nicht so steifes machen», sagt Primarlehrerin Heidi Niedermann, welche die Idee hatte.

«Dass alles in Erfüllung geht, kann ich aber nicht garantieren», sagt sie schmunzelnd, wohl wissend um die fantastischen Wünsche der Kinder.

So wünschte sich Drittklässler Janik eine Skateboardbahn, der 9-jährige Florian möchte einen Pool und Zweitklässler Fabian hätte am liebsten ein Baumhaus auf dem Pausenplatz.

Viertklässler Leonor hatte einen ausgefallenen Wunsch fürs Klassenzimmer: «Eine elektronische ‹Mobilwandtafel› wäre cool. Also ich meine digital.» Die Chancen auf einen von Nadja, Kim und vielen anderen gewünschten Pausenkiosk sind da besser.

Achtung, fertig, los!

Zum Schluss mühten sich Rolf Meyer, Architekt Hans Oeschger und andere Vertreter von Schule, Baukommission und Gemeinderat mit den Spaten ab.

Ungeduldig feuerten die Kinder sie an: «Achtung, fertig, los – graben!» Als das nichts half, gab es einen fliegenden Wechsel, die Schulkinder stürmten zu den Spaten und begannen voller Elan, die Baustelle regelrecht umzugraben.

Aktuelle Nachrichten