In Buchs wird die Parkiererei ab dem 1. Januar 2019 neu geregelt. Der Einwohnerrat hat das entsprechende Reglement im April dieses Jahres genehmigt, der Gemeinderat setzt es nun per nächstem Jahr in Kraft. Ab dann sind die bisherigen Parkkarten nicht mehr gültig.

Die wichtigste Änderung: Neu gilt das Parkierungsreglement flächendeckend. Denn 2012 wurde schon eines eingeführt – dieses regelte aber vorab das Parkieren in den stadtnahen Gebieten Oberes und Unteres Torfeld («Parkieren mit Parkscheibe»). Werktags gilt da eine Höchstparkzeit von drei Stunden; Anwohner konnten bislang für 20 Franken eine Dauerparkkarte beziehen. In den restlichen Gemeindegebieten gab es keine Park-Einschränkungen – ab 2019 jedoch schon.

Neu bildet das gesamte Siedlungsgebiet (ausgenommen das Gebiet Lostorf) eine Parkraumzone. Parkieren ist (mit Parkscheibe) werktags zwischen 8 und 19 Uhr sowie samstags zwischen 8 und 17 Uhr während höchstens drei Stunden gratis (ausserhalb dieser Zeiten und sonntags gibts keine Beschränkung).

Autopendler zahlen am meisten

Wer länger als drei Stunden bleiben will, muss zahlen. Besucher von ausserhalb zum Beispiel 5 Franken pro Tag oder 20 Franken pro Woche. Anwohner 25 Franken pro Monat oder 300 Franken pro Jahr. Berufspendler (mit Arbeitsort Buchs) zahlen 50 Franken im Monat oder 600 Franken im Jahr. Für Handwerker und Serviceleute sind die Parkkarten tageweise, wochenweise, pro Monat oder pro Jahr erhältlich (5, 25, 50 oder 200 Franken).

Die neue Parkkarte gibt es nicht mehr in physischer Form, die im Auto hinterlegt werden muss. Buchs führt nämlich die digitale Parkkarte ein. Was nichts anderes bedeutet, als dass das Autokennzeichen in einer Datenbank hinterlegt wird.

«Die Gemeinde Buchs hat sich entschlossen, in dieser Sache mit der Digitalparking AG zusammenzuarbeiten – wie Suhr und Aarau», teilt der Gemeinderat mit. Die Kontrolleure können die Schilder der parkierten Autos dann mittels Smartphone mit der Datenbank abgleichen.

Die neuen Parkkarten sind ab 1. November auf drei Arten buchbar. Entweder bei der Gemeindeverwaltung (Kanzlei oder Polizei). Oder via www.parkingpay.ch, wo man sich selber registrieren kann. Alternativ geht das auch mit der App «Parkingpay». Wichtig zu wissen: Nur die Besucher können das ad hoc machen. Für alle anderen (Berufspendler, Anwohner, Handwerker) braucht es eine Vorlaufzeit, weil die Gemeindekanzlei ihre Angaben zuerst einmalig überprüfen muss.

Parkplätze neu mit Gebühr

Neu sind übrigens auch die grossen Parkplätze im Zentrum kostenpflichtig – beim Gemeindehaus, beim Gemeindesaal und im Oberdorf. Die ersten 30 Minuten sind gratis, danach kostet das Parkieren 1 Franken pro Stunde respektive maximal 5 Franken am Tag. Bezahlt werden kann an der Parkuhr oder ebenfalls mit der Parkingpay-App.

Die Umsetzung des neuen Parkierungsreglements kostet die Gemeinde initial etwa 241 000 Franken, danach jährlich wiederkehrend rund 1500 Franken. «Die Kosten für die Umsetzung werden bei weitem von den Einnahmen gedeckt», schrieb der Gemeinderat in der Botschaft an den Einwohnerrat. Es gehe jedoch nicht in erster Linie darum, Geld einzunehmen, sondern um «Kostengerechtigkeit» und darum, die Problematik «Fremdparkieren» zu entschärfen.