Unterentfelden
Keine Bewegung beim Steuerfuss – er bleibt bei 113 Prozentpunkten

Es wurde ein Ertragsüberschuss von knapp 90'000 Franken für 2017 budgetiert.

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113 Prozent beträgt der aktuelle Steuerfuss in Unterentfelden. Daran soll sich gemäss Budget auch 2017 nichts ändern.

113 Prozent beträgt der aktuelle Steuerfuss in Unterentfelden. Daran soll sich gemäss Budget auch 2017 nichts ändern.

Das Budget 2017 der Einwohnergemeinde Unterentfelden basiert auf einem seit 2015 unveränderten Steuerfuss von 113 Prozent. Per 2014 und 2015 war dieser jeweils um 5 Prozent angehoben worden. Für 2017 kann ein Ertragsüberschuss von 88 685 Franken budgetiert werden.

Dieser Wert liegt um rund 50 000 Franken unter jenem im Budget 2016. Im Jahr 2015, dem ersten mit 113 Prozent, resultierte ein Ertragsüberschuss von 1,089 Mio. Franken – gut eine Million mehr, als budgetiert gewesen war. Positiv ausgewirkt hatten sich damals vor allem Minderaufwendungen bei Kreisschule, Pflegekostenfinanzierung und gesetzlicher Sozialhilfe. Die ins Stocken geratenen Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen wurden durch Mehrerträge bei andern Steuerarten mehr als wettgemacht.

Beim Steuerertrag der natürlichen Personen werden nun, wie aus einer Mitteilung der Gemeinde hervorgeht, Einnahmen von 10,15 Mio. Franken budgetiert. Damit orientiert man sich exakt am Budget 2016. An Quellensteuern (325 000 Franken) werden gegenüber 2016 Mehreinnahmen von 25 000 Franken veranschlagt. Bei den Steuern der juristischen Personen (800 000 Franken) wird mit gleich hohen Einnahmen wie im laufenden Jahr gerechnet.

Auf der Aufwandseite wirken sich Mehraufwendungen bei der Schule Entfelden, für den Unterhalt der Strassenbeleuchtung sowie der Beitrag an das Äntefescht (40 000 Franken) negativ aus. Ein Minderaufwand beim Beitrag an den Kanton für den Regionalverkehr entlastet hingegen das Budget. Die Lohnsumme des Gemeindepersonals wird, wie schon vor einem Jahr, um 0,5 Prozent erhöht. Daraus kann der Gemeinderat wiederum individuelle Erhöhungen bewilligen. Generelle Lohnanpassungen sind dagegen nicht geplant.

Investitionsrechnung

Die Investitionen der Einwohnergemeinde (ohne Eigenwirtschaftsbetriebe) belaufen sich auf netto 981 500 Franken. Beinahe 80 Prozent fallen in der Bildung an: Bei der Kreisschule steht die letzte Tranche des Instandstellungs- und Instandhaltungsprojekts 2013–2017 an. Weitere Ausgaben entstehen für das Weiterverfolgen des Zukunftsraums Aarau. Im Weiteren wird davon ausgegangen, dass die Sanierung der WSB-Übergänge erst 2017 anstatt 2016 erfolgen wird. Dafür waren schon im Budget für das laufende Jahr 161 500 Franken eingestellt worden.

Im Seniorenzentrum Eichenweg muss 2017, abgesehen von Allgemeinem und Instandstellungen bei Wohnungswechseln, vor allem Geld für die Sanierung der Küche im Untergeschoss ausgegeben werden. Wegen der Abtragung des vorhandenen Bilanzfehlbetrags um 98 100 Franken muss ein Aufwandüberschuss von 43 000 Franken budgetiert werden.

Wegen einmaligen Planungskosten von 57 000 Franken kann bei der Wasserversorgung lediglich ein Ertragsüberschuss von 58 800 Franken für zukünftige Investitionen budgetiert werden. An Anschlussgebühren sind Einnahmen von 30 000 Franken vorgesehen.

Abwasser und Abfallbeseitigung

Bei der Abwasserbeseitigung erhöht sich der budgetierte Aufwandüberschuss wegen einmaliger Planungskosten und einem grösseren Betriebskostenbeitrag an den Abwasserverband auf 185 200 Franken. Aufgrund des Vermögens von über 3,8 Mio. Franken lasse sich dies gut verantworten, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde. Es sind keine Investitionen, jedoch Anschlussgebühreneinnahmen von 30 000 Franken veranschlagt.

Seit 2015 wird die Abfallbewirtschaftung gemäss Gemeindeversammlungsbeschluss eigenwirtschaftlich, ohne Zuschuss aus Steuergeldern, geführt. Wie weit mit den ab 2015 gültigen Gebühren diese Eigenwirtschaftlichkeit erreicht wird, heisst es in der Mitteilung der Gemeinde, sei «auch für das Budget 2017 noch schwierig abzuschätzen». 2015 resultierte ein Aufwandüberschuss von rund 19 000 Franken.

Ortsbürgergemeinde

Zum Ausgleich der Ortsbürgerrechnung kann ein Ertragsüberschuss von 2800 Franken veranschlagt werden. Bei der Forstrechnung (Forstreservefonds und waldspezifische Ausgaben) ist ein Rückzug aus der Forstreserve von 5440 Franken budgetiert. (uw)

Die detaillierten Budgets werden nicht mehr in Papierform allen Stimmberechtigten zugestellt. Sie können aber bei der Abteilung Finanzen (Telefon 062 737 03 10) bezogen oder von der Homepage der Gemeinde (www.unterentfelden.ch) heruntergeladen werden.