Densbüren
Kein Selbstbedienungsladen: Densbürens Ammann verzichtet auf mehr Lohn

Der Gemeinderat Densbüren bleibt bescheiden – und verzichtet auf eine Lohnerhöhung. Ammann Peter Amsler erhält 14 000 Franken. Für sein Amt in der 700-Seelen-Gemeinde muss er 430 Stunden pro Jahr aufwenden.

Janine Müller
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Ammann Peter Amsler (Mitte) will nicht mehr Lohn – und seine Gemeinderatskollegen auch nicht. Links Roger Meyer (Vizeammann); rechts Cornelia Wächter. Es fehlen hier Walter Frey und Robert Wernli.

Ammann Peter Amsler (Mitte) will nicht mehr Lohn – und seine Gemeinderatskollegen auch nicht. Links Roger Meyer (Vizeammann); rechts Cornelia Wächter. Es fehlen hier Walter Frey und Robert Wernli.

Zur Verfügung gestellt

Anders als die Gemeindeammänner in anderen Ecken des Kantons – jener in Böttstein möchte ja doppelt so viel Lohn – verzichten die Densbürer Gemeinderäte auf eine Lohnerhöhung. 14 000 Franken erhält ein Gemeindeammann pro Jahr in Densbüren. 5000 Franken mehr als seine Kollegen, 3000 Franken mehr als sein Stellvertreter.

«Kein Selbstbedienungsladen»

«Unsere Gemeinderäte sehen ihr Amt nicht als Selbstbedienungsladen», sagt Rolf Pfaff, Leiter Finanzen der Gemeinde Densbüren. «Sie wollen sich vor allem für das Wohl der Gemeinde einsetzen.»

Letztmals wurde der Lohn der Gemeinderäte an der Sommergmeind 2009 angepasst. Damals erfolgte eine minimale Anpassung des Stundenansatzes. 32 Franken bekommen die Gemeinderäte in der Stunde.

Dabei wird mit einem Aufwand von 280 Stunden (Gemeinderäte), 320 Stunden (Vizeammann) und rund 430 Stunden für den Ammann gerechnet. Weil sich dies in der letzten Amtsperiode bewährt habe, verzichtet der Gemeinderat auf eine Anpassung. Zu einer Diskussion wie in Böttstein dürfte es also nicht kommen.

Gemeindehaus braucht Sanierung

Indiskutabel ist, dass das Gemeindehaus dringend eine Sanierung benötigt. «Die Fenster sind nicht mehr dicht. Wenn es regnet, dringt Wasser in unsere Büros», beschreibt Rolf Pfaff die Situation. Für 295 000 Franken soll das Gemeindehaus aussen renoviert werden. Nebst der Fassade sollen auch die Fenster, die alle aus dem Jahr 1979 stammen, ersetzt werden. Denn diese waren nicht nur nicht mehr dicht, sondern vermochten auch nicht mehr, die Wärme im Gebäude zu behalten.

«Ich gehe davon aus, dass wir nach der Sanierung weniger heizen müssen», sagt Rolf Pfaff. Ein weiteres Traktandum an der Gemeindeversammlung vom 22. November ist das Budget.