Traditionsgeschäft
Kein Platz und fehlende Parkplätze in Aarau: Waffen Pauli zügelt nach Dintikon

Das Traditionsgeschäft «Waffen Pauli» ist in Aarau nur noch bis am Heiligabend geöffnet. Der Besitzer klagt über eine zu kleine Ladenfläche, viele Verkehrsstaus und fehlende Parkplätze.

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Remy End und Amanda Bär wagen einen Neuanfang im Bezirk Lenzburg.

Remy End und Amanda Bär wagen einen Neuanfang im Bezirk Lenzburg.

zvg

Der kleine Laden an der Oberen Vorstadt gehört zu Aarau wie die Kettenbrücke. Er übt auf die Passanten seit 64 Jahren eine Faszination aus: Auch dann, wenn das Schaufenster – was aus Sicherheitsgründen häufig der Fall ist – mit Läden geheimnisvoll verschlossen ist. Das Geschäft ist etwas Spezielles: Es gibt im Aargau nur sechs Waffenläden. Neben Aarau in Baden, Mägenwil, Rudolfstetten, Wallbach und Zofingen.

Bereits in zwei Wochen scheidet Aarau aus diesem Kreis aus: Waffen Pauli wird am 24. Dezember letztmals geöffnet sein, erklärte der heutige Inhaber Remy End (33) der az. Am 10. Januar findet die Neueröffnung statt: In Dintikon am Rennweg 2, an prominenter Lage neben der Bünztalstrasse.

Warum der Umzug? Wegen der vielen Verkehrsstaus in Aarau, der fehlenden Parkplätze und der engen Platzverhältnisse im Laden, erklärt Remy End, der das Geschäft mit seiner Partnerin Amanda Bär führt.

In Dintikon werden sie 160 Quadratmeter Ladenfläche (bisher 30), eine deutlich grössere Werkstatt und 15 Parkplätze haben. Remy End hat bei Waffen Pauli Büchsenmacher gelernt. Er übernahm das Geschäft im Januar 2012 von seinem Lehrmeister Beat Baumberger, der 1982 in die Fussstapfen von Fritz Pauli getreten war, der das Geschäft 1952 gegründet hatte. (uhg)