Im Streit um die Kunsteisbahn Aarau (Keba) sagen die Einsprecher mehr oder weniger offen, dass die Fussball-Traininsfelder eigentlich das grössere Problem seien als die Eisbahn. Logisch, denn im Sommer, wenn man draussen sitzt oder die Fenster offen hat, gehen von der Keba wenig Emissionen aus.

Der vorgestern veröffentlichte, noch nicht rechtskräftige Beschluss des Gemeinderats Suhr über die Keba-Übergangsöffnungszeiten enthält denn auch einen Beschluss zu den Trainingsfeldern. Deren Nutzung lag ebenfalls öffentlich auf, auch hier hagelte es Einsprachen.

Stopp für Rasenmäher

Auf den Trainingsfeldern B und C darf am Wochenende keine Rasenpflege mehr betrieben werden. Auch Bewässerung ist dann nur noch «ausnahmsweise, bei dringendem Bedarf» erlaubt – und nur mit einem Schlauch, nicht mit dem Sprinkler. Ausserdem steht in der Bewilligung: «Um die jeweilige Bewässerungszeit zu halbieren», müssten unter der Woche «zwei mobile Sprinkleranlagen parallel» eingesetzt werden – alternativ sei «wieder die alte Sprinkleranlage zu verwenden, deren Impulsmechanismus weniger laut funktioniert».

Das Trainingsfeld C wird mit einem 2,5 m hohen Zaun eingezäunt, sodass der Zutritt nur durch ein abschliessbares Tor möglich ist. Schlüssel gibts nur «gegen schriftliche Anerkennung der Nutzungsbedingungen (insbesondere keine Musik)». Ausserdem muss die Rasenpflege möglichst kurz und möglichst geräuscharm erfolgen. Dazu muss die Platzgenossenschaft prüfen, ob beispielsweise elektrisch betriebene (und leise) Rasenmäher-Roboter einsetzbar wären.

10 Minuten nach Ende ist Schluss mit Musik

Auch fürs Stadion Brügglifeld gibts Einschränkungen: Die Musik darf frühestens 45 min vor Spielbeginn eingeschaltet werden. Es wird kontrolliert, ob sie nicht zu laut ist. 10 Minuten nach Spielende ist Schluss mit Musik.