Kantonsspital
Kantonsspital präsentiert Geschichten der Liebe und der letzten Dinge

«Danke, gut», unter diesem Titel ist ein Büchlein mit Geschichten erschienen, die im Rahmen eines Wettbewerbs des Kantonsspitals Aarau geschrieben worden sind.

Hubert Keller
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Das ist das Buch des Aarauer Kantonsspitals

Das ist das Buch des Aarauer Kantonsspitals

Hubert Keller

Der Geschichtenband versammelt Geschichten von 22 Aargauerinnen und Aargauern, die im Rahmen des Wettbewerbs zum 125-Jahr-Jubiläum des Kantonsspitals in die Tasten gegriffen hatten. Betreut hat das Projekt Schriftsteller Andreas Neeser. Entstanden sind «Geschichten, die uns berühren, beschäftigen, erregen, zum Mitfühlen und Mitdenken anregen», schreibt Literaturkritiker Hardy Ruoss im Buchdeckel.

Hardy Ruoss hatte auch der Jury angehört, die im Oktober vier Autorinnen und einen Autor zu Preisträgerinnen gekrönt hatte. Ihre und 17 weitere Texte sind nun zu einem lesenswerten Büchlein gebunden worden, was die grösste Genugtuung für Autoren ist, die wohl nur selten in den Genuss kommen, eine grössere Leserschaft zu erreichen. Die Geschichten verdienen eine grosse Leserschaft.

Der Sammelband zeichnet sich aus «durch eine stilistische und formale Vielfältigkeit», stellt die Fachjury fest. «Die Geschichten berühren uns, stimmen uns nachdenklich oder rütteln uns auf. In jedem Fall gehen sie uns direkt etwas an.»

Dass sich ein Spital mit der Herausgabe literarischer Texte befasst, könne nur auf den ersten Blick erstaunen, stellt die Herausgeberin fest: «Die intensive Auseinandersetzung mit Sprache gehöre mit zum Kerngeschäft eines Spitals. «Hier trifft die Sprache des Schmerzes und der Verzweiflung auf die der Administration, die Fachsprache der Medizin auf die der Liebe und der Hoffnung, die Sprache der letzten Dinge auf die der Genesung, der spontane Smalltalk beim Kaffee trifft auf die Sprache der Routine.»

Da ist der Körper, der nicht mehr gehorcht, unbeweglich, die Stimme stumm, daneben der Tod, begleitet von einem Schmetterling im nass-kalten Gras. Der Koma-Patient, der - «fern von den Kernaufgaben meiner Existenz» - mithört. Der alte Mann, der in die Dämmerung der Demenz abgleitet. Oder die Mutter, deren Familie sie zwischen Wohnung und Spital überfordert. Die Geschichten berühren den Leser in seiner ganzen komplexen Gefühlswelt.

Bestellungen: Das Buch kann man kaufen, Preis 15 Franken. Bestellungen direkt beim KSA, daniela.hunziker@ksa.ch