Kantonsspital
Kantonsspital Aarau: Modernisierung beginnt mit Neurozentrum

In Aarau entsteht ein spezialisiertes Neurozentrum für rund 20 Millionen Franken – die erste grosse Etappe auf dem Weg zum KSA der Zukunft. Spatenstich war heute, bis Ende 2015 soll das Gebäude fertig sein. Danach folgen drei weitere Projekte.

Manuel Bühlmann
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Freuen sich auf das neue Neurozentrum des Aarauer Kantonsspitals: Chefärzte, Verwaltungsrat, Bauleitung und das Pflege-Team.

Freuen sich auf das neue Neurozentrum des Aarauer Kantonsspitals: Chefärzte, Verwaltungsrat, Bauleitung und das Pflege-Team.

Alex Spichale

Sanft soll das Kantonsspital Aarau (KSA) modernisiert werden, so sieht es der 700 bis 800 Millionen Franken teure Masterplan vor. Das heisst: Statt eines kompletten Klinik-Neubaus sollen verschiedene Bauprojekte das KSA für die Zukunft rüsten.

«Der erste grosse Meilenstein ist das Neurozentrum», sagte Sergio Baumann, Leiter Betrieb des KSA, am heutigen Spatenstich. Der Erweiterungsbau wird an das bestehende Haus Nummer 4 angeschlossen und soll Platz bieten für Neurologie, Neurochirurgie, Neuroradiologie, das Hirntumorzentrum sowie das Schweizerische Zentrum für Verhaltensneurologie.

Die Idee: Alle neurologischen Disziplinen sollen unter einem Dach vereint werden. «Die räumliche Nähe und die gemeinsam genutzte Infrastruktur optimieren die Abläufe bei der Behandlung von schweren Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Gehirns und Rückenmarks», schreibt das KSA in einer Mitteilung. In keinem anderen Bereich sei die Vernetzung von derart grosser Bedeutung wie bei den Neurodisziplinen.

Kürzere Wege sind das Ziel

Bis anhin waren die neurologischen Klinikteile in verschiedenen Gebäuden auf dem Spitalareal untergebracht. Die Zusammenlegung mache deshalb Sinn, weil die verschiedenen Bereiche schon heute eng bei der Betreuung der Patienten zusammenarbeiten, sagt Krassen Nedeltchev, Chefarzt Neurologie. «Kürzere Wege für Ärzte und Patienten sind das Ziel.»

Das rund 20 Millionen Franken teure Projekt soll bis Ende 2015 fertiggestellt sein. Für das erste Quartal 2016 ist der Bezug geplant. «Ein ambitioniertes Ziel», sagte Sergio Baumann.

Danach folgen bereits die nächsten Herausforderungen für das KSA. Die zweite Bauphase beginnt 2018 und sieht drei weitere Projekte vor: Haus 40 wird erweitert, damit das Onkologiezentrum Mittelland integriert werden kann.

Die Frauenklinik wird mit einem Zwischenbau vergrössert. Und das Spital-Hauptgebäude erhält zwei Anbauten, worin das neue Notfallzentrum mit integrierter Intensivstation Platz finden wird.

Bereits in einer ersten Runde werden das Wohnhaus und die Spitalapotheke saniert sowie das Parkhaus erweitert.