Kantonsspital Aarau
Der Stadtrat bewilligt den 569 Millionen Franken teuren KSA-Neubau

Das Kantonsspital kommt seinem neuen Hauptgebäude einen Schritt näher. Aber noch ist der Entscheid nicht rechtskräftig: Die Einsprecher können Beschwerde einlegen.

Nadja Rohner
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Visualisierung KSA-Neubau (17. Januar 2020)

Visualisierung KSA-Neubau (17. Januar 2020)

Zvg / Aargauer Zeitung

Positive Nachrichten aus dem Rathaus für das Kantonsspital Aarau (KSA): Der Stadtrat hat den Neubau des Hauptgebäudes bewilligt. Für drei Einwendungen konnten einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Zwei weitere Einwendungen hat der Stadtrat abgewiesen. Diese Einsprecher können den Stadtratsbeschluss noch weiterziehen: Sobald sie den Bescheid schriftlich erhalten, beginnt die Beschwerdefrist von 30 Tagen zu laufen.

Es wird also Mai, bis klar ist, ob die Baubewilligung für das 569 Millionen Franken teure Spital bereits rechtskräftig wird oder ob ein Gang durch den Instanzenzug notwendig werden wird. Bei den beiden Einwendungen ging es um Verkehrsfragen. Beim KSA ist «die Begeisterung riesengross», so Mediensprecherin Isabelle Wenzinger. Das Bauprojekt sei ein Meilenstein für die Stadt, die Region und darüber hinaus: «Ein modernes, wettbewerbsfähiges Zentrumspital mit einem 24-Stunden-Betrieb in Aarau ist ein entscheidendes Element in der sicheren Gesundheitsversorgung des Kantons.»

50 Einsprachen gegen das neue KSA-Personalparkhaus – auch vom VCS

Seit Dienstag ist auch klar: Das neue Spital wird von der Implenia als alleinige Totalunternehmerin gebaut. Denn die Implenia gab gestern bekannt, dass sie per Ende Mai das auf Bauprojekte im Gesundheitswesen spezialisierte Baudienstleistungsunternehmen BAM Swiss samt 45 Mitarbeitenden übernimmt. Bisher war das KSA-Projekt unter der Arbeitsgemeinschaft «ImBA» unterwegs, der BAM Swiss, BAM Deutschland und die Implenia angehörten. Implenia übernimmt nun die Verantwortung für die laufenden Projekte von BAM Swiss, also auch für das neue Kantonsspital.

Unverändert ist der Stand in Sachen neues KSA-Personalparkhaus: Gegen dieses Bauprojekt, das in einem separaten Verfahren behandelt wird, gab es 50 Einsprachen. Darunter eine vom VCS. Laut dem für Hochbau zuständige Stadtrat Hanspeter Thür werden nun die Einwenderverhandlungen durchgeführt - man habe den Neubau des Spitals aufgrund der Dringlichkeit prioritär behandelt. Nun ist das Parkhaus dran.