Rohr
Kantonalschwingfest: Auf dieser Wiese wird der böseste Aargauer erkoren

Das Kantonale Schwingfest 2018 findet in Rohr statt – auch dank zwei Vorstandsmitgliedern des Schwingclubs

Nadja Rohner
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Das Hinterfeld in Rohr. Hier wird 2018 geschwungen – und 2019 vielleicht geturnt.

Das Hinterfeld in Rohr. Hier wird 2018 geschwungen – und 2019 vielleicht geturnt.

Ueli Wild

2018 findet in Aarau das kantonale Schwingfest statt. Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen durch das 11-köpfige Organisationskomitee unter der Leitung von Beat Bolzhauser. Auch der Gemeindeverband RFO und ZSO Aare Region (Regionales Führungsorgan und Zivilschutz) hat seinen Einsatz am Fest bereits ein erstes Mal vorbesprochen.

Speziell ist: Das Fest findet nicht im Schachen statt – wie sonst alle diese Grossveranstaltungen – sondern im Stadtteil Rohr. Das bestätigt Matthäus Huber, Präsident des Schwingclubs Aarau. Der Stadtrat hat seine Zusage für die Benützung der Platz- und Infrastruktur erteilt.

Grosse Baulandreserve

Dass der jüngste Aarauer Stadtteil zum Handkuss kommt, hat auch damit zu tun, dass zwei der Schwingclub-Vorstandsmitglieder in Rohr wohnen. Sie haben sich für den Standort eingesetzt. Geschwungen wird auf dem Areal Hinterfeld bei der Schule, der Kirche und der Auenhalle.

Das 4,5 Hektaren grosse Hinterfeld wird heute landwirtschaftlich genutzt, ist aber eigentlich eine der letzten grossen Baulandreserven der Stadt.

Wohngebiet für bis zu 500 Menschen

Bis zu 500 Personen sollen hier einst wohnen. Bis dahin dauert es aber noch lange, der Einwohnerrat hat die Erschliessungs-Projektierung zurückgestellt. Eigentlich war man davon ausgegangen, dass das Hinterfeld 2019 für das Eidgenössische Turnfest genutzt wird. So hatte es auch Stadtrat Lukas Pfisterer an einer Infoveranstaltung im Oktober 2015 gesagt. Doch das ist «überhaupt noch nicht sicher», wie Marco Canonica, Mediensprecher des Turnfests, auf Anfrage sagt.

Das Zentrum des Fests sei im Schachen. Was dort keinen Platz findet, wird auf verschiedene weitere Örtlichkeiten ausgelagert. Wo diese seien, sei aber noch völlig offen. Erst etwa vor den Sommerferien werde man wissen, was überhaupt alles im Schachen Platz habe.