Kanton soll der Stadt Aarau den alten Eniwa-Hauptsitz abkaufen

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Aarau Kaufen statt mieten: Seit dem Dezember 2018 hat der Kanton im Bereich der Immobilien diese Strategie. Doch ausgerechnet im Herzen des Verwaltungszentrums in Aarau will er dagegen verstossen und das ehemalige Hauptgebäude der Eniwa langfristig mieten. Das passt dem SVP-Grossrat Daniel Wehrli (Küttigen) gar nicht. «Weshalb sieht der Kanton trotz strategischem Leitbild eine Miete der Kauf vor?», fragt er in einer diese Woche eingereichten Interpellation. Wehrli will wissen, ob mit der Stadt Aarau als Eniwa-Hauptaktionärin bereits Verkaufsgespräche über dieses Objekt geführt worden seien und wie der aktuelle Verhandlungsstand aussehe.

Der SVP-Grossrat hat konkrete Vorstellungen, was das Zustandekommen eines allfälligen Kaufpreises anbetrifft: «Im Zusammenhang mit einer sehr langfristigen Immobilienübernahme durch den Kanton, wäre ein Entgegenkommen von der Stadt Aarau als Kantonshauptstadt betreffend Kauf angebracht beziehungsweise erwünscht.»

Im früheren Eniwa-Verwaltungsgebäude sollen zukünftig das Bezirksgericht Aarau, das Spezialverwaltungsgericht, das Konkursamt sowie die Obergerichtsbibliothek vereint werden. Der Regierungsrat hat im letzten Sommer einen Projektierungskredit von 1,6 Millionen Franken genehmigt. Insgesamt soll der Mieterausbau gegen 13 Millionen Franken kosten. Die Mietdauer ist – beginnend mit 2022 – auf 20 Jahre angelegt. Mit einer Option für weitere 5 Jahre. (uhg)