Suhr
Kanton schafft Platz für jugendliche Asylbewerber

Mit dem allgemeinen Anstieg an Asylgesuchen steigen auch die Fallzahlen von unbegleiteten unter 18-jährigen Flüchtlingen. Der Kanton reagiert und schafft in der Asylunterkunft Südallee in Suhr eine zweite Etage, ausschliesslich für Minderjährige.

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Ein scheuer Blick über den Zaun: Viele der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber haben eine gefährliche Flucht hinter sich.

Ein scheuer Blick über den Zaun: Viele der unbegleiteten minderjährigen Asylbewerber haben eine gefährliche Flucht hinter sich.

ZVG

Im Februar kritisierten Medienberichte, im Kanton Aargau seien Betreuung und angemessene Unterbringung von jugendlichen Asylbewerbern, die ohne Begleitung in der Schweiz sind, nur unzureichend gewährleistet.

Inzwischen haben die Behörden gehandelt und die Bedingungen verbessert: In der kantonalen Asylunterkunft Südallee in Suhr wurde eine Etage ausschliesslich für unbegleitete minderjährige Asylsuchende in Betrieb genommen und an der Weihermattstrasse in Aarau eine Unterkunft eigens für mehrheitlich unter 16-jährige Asylbewerber geschaffen.

Doch mit der allgemeinen Zunahme der Asylgesuche steigen auch die Fallzahlen der unter 18-jährigen Flüchtlinge. Derzeit sind es im Aargau 93 – das sind 13 mehr als noch Ende April.

Der Kantonale Sozialdienst reagiert auf diesen Anstieg, indem er in der Unterkunft Südallee in Suhr eine zweite Etage nur für minderjährige Asylsuchende eingerichtet hat. Mitte Juni seien die Räumlichkeiten bezogen worden, wie die Behörden heute mitteilten.

Um eine angemessene Betreuung zu gewährleisten, wurde eine zweite Sozialpädagogin angestellt. In der Südallee befinden sich derzeit 29 Jugendliche. Maximal können 46 minderjährige Asylbewerber dort untergebracht werden.

Andere Flüchtlinge, die noch unter 18 Jahren sind, leben bei Pflegefamilien oder bei Verwandten, einzelne befinden sich in speziellen Unterbringungssituationen. (rhe)