Auenstein/Biberstein

Kanton Aargau warnt vor dieser Raupe – sie ist für Menschen gefährlich und für Hunde tödlich

Auf dem Baum zwischen Auenstein und Biberstein haben sich Eichen-Prozessionsspinner niedergelassen.

Auf dem Baum zwischen Auenstein und Biberstein haben sich Eichen-Prozessionsspinner niedergelassen.

Der Kanton warnt vor einer Raupe, die sich auf einem Baum am beliebten Spazierweg zwischen Auenstein und Biberstein niedergelassen hat.

«Halten Sie sich nicht unter dem abgesperrten Baum auf!», warnt ein Schild der kantonalen Abteilung Landschaft und Gewässer am Aareuferweg zwischen Auenstein und Biberstein. Warum? Das erschliesst sich dem Spaziergänger, Jogger oder Hündeler nicht auf den ersten Blick.

Hat etwa ein Biber den abgesperrten Baum soweit angenagt, dass er umzustürzen droht? Nein. Ein zweites, abgerissenes Schild im Gras erklärt, dass auf dem Baum Raupen des Eichen-Prozessionsspinners – einer einheimischen Schmetterlingsart – leben. Diese können gefährlich sein. «Vorsicht Brennhaare – Raupen nicht berühren», steht in fetten Buchstaben auf dem Warnschild. Mit Ausrufezeichen.

Gefahr für Mensch und Hund

Aus gutem Grund: Die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners besitzen zum Schutz vor Fressfeinden feine, lange Härchen, die eine reizende Substanz in sich tragen. Auch wenn die Raupen ihre Nester verlassen haben, bleiben die Haare noch einige Monate lang dort oder kleben am Gras unter dem Baum.

Bei Hautkontakt können sie starke entzündliche Reaktionen und Juckreiz auslösen, ähnlich wie Brennnesseln. Auch schwere allergische Reaktionen sowie Asthmaanfälle sind möglich; vor allem, wenn die Härchen eingeatmet werden.

«Falls doch ein Kontakt stattgefunden hat, sofort duschen, Haare waschen und Kleider wechseln», riet der «Schweizer Bauer» kürzlich. «Bei Auftreten starker allergischer Symptome sollte ein Arzt aufgesucht werden. Auch tun Hundebesitzer gut daran, ihre Tiere vom betroffenen Baum fernzuhalten.

Denn wenn Hunde beim Rumschnüffeln mit der Schnauze viele Raupenhärchen einatmen oder auflecken, können sie schwere Reizungen und Schwellungen der Atemwege oder des Verdauungstrakts davontragen, die unter Umständen tödlich enden.

Der gefährliche Eichen-Prozessionsspinner.

Der gefährliche Eichen-Prozessionsspinner.

Zwar schreibt der Kanton auf seinem Infoblatt beim betroffenen Baum, eine Bekämpfung des Eichen-Prozessionsspinners sei möglich, etwa mit Bakterienpräparaten oder Häutungshemmern sowie durch Absaugen und Einsammeln der Raupen und Nester.

Das sei aber sehr aufwendig. «Der Eichen-Prozessionsspinner gehört zu den einheimischen Insekten und braucht im Wald nicht bekämpft zu werden. Die Eichen nehmen keinen Schaden und Massenvermehrungen brechen nach ein bis zwei Jahren natürlicherweise zusammen.»

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