Aarau
Kann Asp seinen Titel verteidigen?

Der Aargauische Musikverband bittet zum vierten Paradefinal in die Kantonshauptstadt.

Hermann Rauber
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Kann Asp seinen Titel verteidigen?

Kann Asp seinen Titel verteidigen?

Kann die Musikgesellschaft ihren Titel verteidigen? Diese Frage wird am kommenden Sonntag, 3. Oktober, am kantonalen Paradefinal beantwortet werden. Bereits zum vierten Mal lädt der Aargauische Musikverband (AMV) am MAG-Sonntag zu diesem fröhlichen Wettbewerb. Zwölf Vereine haben sich an verschiedenen Musiktagen der letzten zwei Jahre für das «Endspiel» in der Kantonshauptstadt qualifiziert. Gestartet wird in zwei Kategorien, einer mit und einer ohne Evolutionen. Damit sorgt der Veranstalter für gleich lange Spiesse, gibt es doch am Ende zwei Champions, was bei den ersten beiden Finals 2001 und 2004 noch nicht der Fall war.

«Showtime» für das Publikum

Punkt 14Uhr wird sich der erste Verein auf der Höhe der Aarauer Hauptpost auf den Weg in Richtung Laurenzenvorstadt machen. Die Reihenfolge wird unter den zwölf Teilnehmern vorgängig ausgelost. Danach heisst es «Showtime», denn
das Publikum wird eine Reihe von erstklassigen Darbietungen erleben können, treten doch die besten Musikgesellschaften gegeneinander an. Der Aargauische Musikverband verspricht ein «farbenprächtiges Fest mit fantasievollem Figurenlaufen, blitzsauber gespielten Märschen, Showeinlagen auf offener Strasse, prächtigen Uniformen und glänzenden Instrumenten».

Dottikon als harte Konkurrenz

In der Kategorie mit Evolutionen ist auch die Titelverteidigerin, die Musikgesellschaft Asp, am Start. Dirigent Robert Wernli wird mit der Interpretation vom Volkslied «Tannegi Hose» und «Overand Out» alles daran setzen, dass im Juradorf erneut gefeiert werden darf. Streitig machen könnte den Aspern den Titel am ehesten die Musikgesellschaft Dottikon unter Dirigent Heinz Binder, die vor drei Jahren auf dem dritten Platz landete und heuer mit «Movies on Parade» ins Rennen gehen wird.

Wieder mit dabei ist das Jugendspiel Schenkenbergertal unter Hans Binder, das 2007 mit einem Podestplatz überraschte und diese Leistung mit dem Stück «Happy Marching Band» bestätigen möchte. Einmal mehr unter den besten Korps figuriert die Jugendmusik Oftringen-Küngoldingen mit ihrem temperamentvollen Leiter Giuseppe Di Simone. Mit ihren Evolutionen für Furore sorgen wollen am Sonntag in Aarau aber auch die Musikgesellschaft Gansingen unter Jochen Weiss und die Musikgesellschaft Villnachern, die mit ihrem Dirigenten Tobias Zwicky das Stück «Hawaii-Five-O» zum Besten geben wird. Vor drei Jahren noch in der Konkurrenz waren die Musikvereine aus Muhen, Würenlingen und Möriken-Wildegg, welche die neuerliche Qualifikation nicht geschafft haben. Das gilt auch für die einstigen «Evolutionskönige» der Musikgesellschaft Unterentfelden, die die ersten beiden Paradefinals anno 2001 und 2004 dominiert hatten und heuer pausieren müssen.

Ebenfalls sechs Vereine treten in der Kategorie ohne Evolutionen an. Hier gewann vor drei Jahren die Brass-Formation aus Künten knapp vor Bünzen. Beide haben den Final in diesem Jahr nicht geschafft, im Gegensatz zur Musikgesellschaft Wittnau, die unter ihrem Dirigenten Roman Schmid über Erfahrung in diesem Wettbewerb verfügt.

Frauenpower aus Wegenstetten

Aus dem Freiamt anreisen wird die Musikgesellschaft Beinwil, die unter Leo Gauch zum vertrauten Marsch «San Carlo» greift. Mit «Viva Arogno» spekuliert die Musikgesellschaft Mettau unter Konrad Gisin
auf einen Podestplatz. Gespannt ist man auf das Abschneiden der Jugendmusik Spreitenbach unter Marc Mehmann. Abgerundet wird das Feld der Finalisten ohne Evolutionen durch die Musikgesellschaft Stetten mit ihrem Dirigenten Pascal Gruber und Concordia Wegenstetten, die mit Dirigent Lorenzo Pedrocchi und mit dem Stück «Frauenpower» antritt, wohl als Hommage an die amtierende Grossratspräsidentin Patricia Schreiber, die ja in Wegenstetten wohnt.