Aarau

Kaninchen-Züchter erhebt Vorwürfe gegen Tierschützerin – sie entgegnet: «Das ist Schwachsinn»

Hat Tierschützerin über 100 Kaninchen gestohlen?

Der Kaninchenzüchter im Beitrag von «Tele M1».

Was am zunächst wie eine gelungene Tier-Rettungsaktion von Janina Minder aus Aarau aussah, entwickelte sich am Sonntag zum Konflikt zwischen dem Kaninchen-Züchter und der Tierschützerin.

Janina Minder hat in Ballwil (LU) über 100 Kaninchen vor dem drohenden Tod gerettet. Ein Futterlieferant löste die Rettungsaktion mit einem Flyer aus, den Minder in Teilen auf Facebook stellte. Darauf steht: Jene Tiere, die nicht bis Anfang Februar abgeholt würden, müssten geschlachtet werden. Der Züchter müsse seine Zucht gesundheitshalber aufgeben.

Der Senior aus Ballwil wirft Minder jetzt vor, sie habe die Kaninchen bei ihm ohne Einwilligung abgeholt. «Aus meiner Sicht hat sie die Tiere gestohlen», sagt der Züchter, der eine Anzeige prüft, bei «Tele M1». Zudem habe die Tierschützerin ihm zu wenig für die Kaninchen bezahlt. Diese seien 2000 Franken wert, Minder habe ihm nur 400 Franken gegeben.

«Das ist vollkommener Schwachsinn», entgegnet Minder der Kritik. Sie und ihre Kollegin seien an zwei Tagen in Ballwil gewesen. Der Züchter habe ihnen die Tiere gezeigt, die sie mitnehmen dürften. Ihm sei es ziemlich egal. Zum vereinbarten Preis sagt sie: «Er wäre anfangs sogar mit 50 Franken zufrieden gewesen.» Seine Frau habe dann aber Druck gemacht. Den Preis hätten sie per Handschlag vereinbart.

Die meisten Kaninchen haben bereits ein neues Zuhause gefunden.

Janina Minder holt über 100 Kaninchen in ihre Auffangstation nach Aarau

Über 100 Kaninchen gerettet

Der Tele-M1-Beitrag vom 1. Februar.

(mwa/fh) 

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