Suhr

Kampfwahl entscheidet die Campi-Nachfolge in Suhr

Daniel Rüetschi (FDP) und Daniel Kopp (SVP) wollen in den Gemeinderat.

Daniel Rüetschi (FDP) und Daniel Kopp (SVP) wollen in den Gemeinderat.

Am 9. Februar wollen zwei Kandidaten den abtretenden Gemeinderat Stephan Campi beerben: Daniel Rüetschi von der FDP und Daniel Kopp von der SVP.

Die FDP Suhr schickt den 43-jährigen Rüetschi ins Rennen (az vom 22.11.). Der Inhaber einer Umweltberatungsfirma ist in Basel aufgewachsen und wohnt seit 2007 in Suhr. Er hat Biologie und Geografie studiert und sein Studium mit einer Dissertation abgeschlossen.

Anfang 2008 hat Rüetschi das Ressort Trinkwasser in der Betriebskommission der TBS übernommen, mittlerweile ist er auch Vizepräsident des Verwaltungsrates. 2008 initiierte er im Rahmen dieser Tätigkeit das kommunale Energiekonzept.

Sein Kontrahent Daniel Kopp war schon zur Gesamterneuerungswahl am 22. September angetreten. Er erzielte zwar das absolute Mehr, schied aber als überzählig aus. Kopp (SVP, 49) ist in Suhr aufgewachsen. Nach der Kantonsschule in Aarau schloss er an der Universität Zürich das Jurastudium mit dem Lizenziat ab. Wie die SVP-Ortspartei mitteilt, wurde er nach diversen Praktikumsstellen Gerichtsschreiber am Bezirksgericht Baden.

Zuletzt war er zweieinhalb Jahre Präsident des Arbeitsgerichts Baden, bis er sich im Jahre 2010 selbstständig machte. Er hat seine Anwaltskanzlei in Suhr. Als besonders herausfordernde Aufgaben erachtet Kopp die Entwicklung der Steuer- und Finanzkraft sowie der Verkehr.

Die Ersatzwahl so kurz nach den Gesamterneuerungswahlen ist durch den Rücktritt von Stephan Campi notwendig geworden. Vier Tage vor der Wahl am 22. September war Campi zum neuen Generalsekretär im Departement Gesundheit und Soziales gewählt worden. Gemeinderat Campi wurde mit einem guten Resultat wiedergewählt, sah aber keine Möglichkeit, die beiden Verpflichtungen nebeneinander seriös wahrzunehmen.

Keine Meldung mehr zu erwarten

Die Meldefrist für die Ersatzwahl vom 9. Februar ist am 27. Dezember, 12 Uhr, ab. Es ist theoretisch aber möglich, dass die Gemeindekanzlei am 3. Januar noch gültige Anmeldungen mit eingeschriebenem Brief erhält. «Zwischen Weihnachten und Neujahr holen wir die eingeschriebene Post nicht ab», erklärte Gemeindeschreiber Hans Huber. Er ging aber nicht davon aus, dass weitere Bewerbungen eintreffen.

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