Aarau
Jugendkulturhaus «Flössi» setzt die Jugendarbeit trotz Corona-Lockout fort

Im sonst so lebendigen Jugendkulturhaus «Flössi» ist es zu ruhig. Die derzeitige Situation sei gewöhnungsbedürftig, sagt Leiter Frank Fischer. Dennoch gibt weiterhin Projekte für die Jugendlichen.

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Jugendhaus Flösserplatz

Jugendhaus Flösserplatz

Ueli Wild

«Unser Arbeitsalltag hat sich total verändert», sagt Frank Fischer, Leiter des Aarauer Jugendkulturhauses Flösserplatz. Ohne Direktkontakt mit den Jugendlichen ist gerade bei seiner Arbeit derzeit viel Kreativität gefragt. Sie läuft aber auch unter den aktuellen Verhältnissen weiter: «Wir haben sehr schnell auf den Veranstaltungsstopp reagiert und zwei Projekte ins Leben gerufen, die mithelfen sollen, mit unserer Zielgruppe in Verbindung zu bleiben.»

Zum einen das Projekt «Freiraum», bei dem Jugendliche bis 18 Jahre Räume und Equipment des Jugendhauses eigenständig nutzen können, etwa zum Tanzen, Proben oder für DJ-Kurse. Zum anderen das Projekt «Lovestream», bei dem lokale Nachwuchsbands im Flösserhaus Konzerte spielen können, die übers Internet live übertragen werden. Nach mittlerweile fünf Liveübertragungen wurde das Angebot laut Frank Fischer gut genutzt, sei gar «besser als erwartet» bei den Jugendlichen angekommen. Am Donnerstag etwa ist ein Auftritt des aufstrebenden Musikers Prince Jelleh vorgesehen.

«Wir überlegen wir uns, auf die Sommerpause zu verzichten.» «Flössi»-Leiter Frank Fischer

«Wir überlegen wir uns, auf die Sommerpause zu verzichten.» «Flössi»-Leiter Frank Fischer

Sandra Ardizzone

Solche Dinge halten den «Flösserplatz» in Corona-Zeiten weiter am Leben. Gerade im farbenfrohen Jugendkulturhaus, in dem junge Menschen normalerweise mit viel Enthusiasmus ein und aus gehen, sei die derzeit vorherrschende Ruhe gerade sehr gewöhnungsbedürftig, sagt Frank Fischer. «Unser Haus ist normalerweise sehr lebendig, der Lockdown hat von einem Tag auf den anderen alles verändert.»

Währenddessen versucht das Team, welches das Kulturhaus führt, die Zeit zu nutzen, um das Haus zu putzen und auch die eine oder andere Wand neu zu streichen. Dazu gibt es viel Büroarbeit zu tun, einerseits um die vielen abgesagten Veranstaltungen sauber abzuwickeln, andererseits vor allem um die neue Saison vorzubereiten, die normalerweise Anfang September beginnt. «Dazu überlegen wir uns, auf unsere Sommerpause zu verzichten und ein reduziertes Freizeitangebot für Jugendliche anzubieten.» (dvi)

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