Am Jugendfest gehörten die Suhrer Strassen den Kindern. Wahrhaft verkehrte Rollen, wie eine Enkelin ihrer Grossmutter stolz erklärte: «Wir Kinder dürfen auf der Strasse laufen, die Erwachsenen müssen aufs Trottoir!» Ganz ohne Begleitung ging es dann aber doch nicht. Oberstufen-Schüler begleiteten die Kindergarten-Formationen – und hielten rot bemützte Zwerge an der Hand. Die Suhrer hatten Glück hatten mit dem Wetter: Trotz schlechter Prognose strahlte die Sonne während des Umzugs vom Himmel.

Farbenprächtig war der Umzug, originell und vielseitig die Kostüme. Kinder mit Fliegenpilzhüten, Gärtner, Schüler in Einkaufswagen, Pizzabäcker, Aliens, Indianer, eine Formation mit roten, weissen und grünen Ballonen, sogar römische Soldaten mit ihren Gefangenen zogen am Publikum vorbei.

Schnell unterwegs am Umzug

Für farbliche Verwirrung sorgte die Bezirksschulklasse 2B: Auf ihren T-Shirts standen die Worte Rot, Grün oder Gelb – geschrieben waren sie aber in einer anderen Farbe. Eine Herausforderung fürs Gehirn – vor allem, weil die Truppe zackig unterwegs war. Nicht nur diese Klasse war schnell: «Wir haben die Eröffnung des Fests eine halbe Stunde vorgezogen», erklärte OK-Präsident Patrick Künzli, «der Umzug war etwas früher fertig als geplant.»

Nach dem Umzug traten die Schulklassen auf der grossen Wiese auf dem Schulgelände mit verschiedenen Darbietungen auf. Tänze und Lieder wurden aufgeführt. Und die Eltern konnten noch einmal die ausgefallenen Kostüme der Kinder bewundern. Die Farbwahl Rot, Weiss, Grün, war aber nicht etwa eine Hommage an die ausgeschiedenen Italiener, wie Künzli betonte, sondern «die Farben von unserem Zuhause Suhr.» Auch das Lied «Es mega Fäscht« wurde präsentiert. Klavierlehrer René Dublanc hatte es extra fürs diesjährige Jugendfest komponiert.

Fortsetzung am Nachmittag

Am Nachmittag gab es viele Gelegenheiten zum Festen: Die Beizli sorgten fürs leibliche Wohl, während der Luna-Park mit verschiedenen Bahnen lockte. Die Suhrer Musig gab ein Platzkonzert, Handball, Street Soccer, Beatboxen und Breakdance wurden angeboten. Wer es lieber gemütlicher mochte, konnte dem Figurentheater oder der Theatergruppe der Bezirksschule zuschauen.