Aarauer Stadtpräsidium

Jolanda Urech: «Die Dauer des Amtes sagt nichts über die Qualität aus»

Abtretende Stadtpräsidentin Jolanda Urech

Abtretende Stadtpräsidentin Jolanda Urech

Die Aarauer Stadtpräsidentin Jolanda Urech tritt zurück: Nach nur vier Jahren übergibt sie das Amt. Warum, erklärt sie im Fokus.

Jolanda Urech gibt das Stadtpräsidium nach vier Jahren wieder ab. Warum sie nicht wieder antritt und wen sie sich als Nachfolger wünscht.

«Ich bin Politikerin aus Leidenschaft» sagt Aaraus Stadtpräsidentin Jolanda Urech in der Sendung «Fokus» auf Tele M1. Dennoch verzichtet die 62-Jährige auf eine weitere Kandidatur im Herbst und gibt nach nur vier Jahren den Posten wieder ab.

«Die Dauer des Amtes sagt überhaupt nichts aus über die Qualität oder Effizienz aus, mit der es ausgeführt wird», gibt die SP-Politikerin zu verstehen. Ihre langjährige Erfahrung im Stadtrat habe ausserdem einen nahtlosen Übergang ermöglicht. Während ihrer Zeit als Stadtpräsidentin sei bereits vieles umgesetzt worden, bilanziert Jolanda Urech. «Und im verbleibenden Jahr wird auch noch sehr viel laufen.»

Wer von der SP in Urechs Fussstapfen treten könnte, ist noch offen. Es sei nun Sache der Parteileitung, sich um eine Nachfolge zu bemühen, erklärt sie. Urech selbst hat sich an den letzten Stadtratswahlen eher überraschend gegen FDP-Kandidat Lukas Pfisterer durchgesetzt. Es ist wahrscheindlich, dass die Freisinnigen das Amt für sich beanspruchen werden.

Die erste Stadtpräsidentin von Aarau würde es begrüssen, wenn wieder eine Frau das Amt übernimmt. «Es ist ein gutes gesellschaftliches und Zeichen», findet sie. Letzten Endes brauche es jemanden, der das Amt mit Leidenschaft und Charisma besetzen könne.

Bis zu ihrem Abschied stehen der Stadtpräsidentin noch ein paar gewichtige Entscheide und Geschäfte bevor. So etwa die Kreisschule Aarau-Buchs, die Verselbständigung der Pflegeheime oder das weitere Schicksal der Aarauer Reithalle. «Mir ist auch wichtig, dass wir mit dem Projekt Zukunftsraum und der Entwicklung der Kaserne gut vorankommen», sagt Urech. Es sei wichtig, bei diesen langjährigen Projekten, ein gutes Fundament zu legen.

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