Seit Montag sind die Bauarbeiten für die Fertigstellung und den Einbau des Deckbelags auf der Bibersteinerstrasse im Gang. Betroffen sind 1400 Meter Kantonsstrasse von der Einmündung Widlerstrasse bis zum Kreisel beim Anschluss an die neue Staffeleggstrasse. Projektleiter Markus Kissling und Bauleiter Michele Carrer informierten gestern bei einem Ortstermin in Küttigen. Die betroffenen Anrainer hat das Departement Bau, Verkehr und Umwelt Ende April aufdatiert.

Die Sanierung der Bibersteinerstrasse hat eine lange Geschichte. Diverse Einsprachen führten zu Verzögerungen. 2014 konnte das 2006 öffentlich aufgelegte Projekt endlich in Angriff genommen werden. 2015 hätte das Ganze mit dem Einbau des Deckbelags abgeschlossen werden sollen, aber Kanalisationsarbeiten der Gemeinde führten zu einer Verschiebung um ein Jahr.

Extrem lärmarmer Belag

Der 1400 Meter lange Abschnitt gliedert sich in zwei Teilstücke östlich und westlich der Einmündung Bollackerweg. Auf dem Westabschnitt muss der bestehende Deckbelag um 3 Zentimeter abgefräst werden. Dann kann der neue Deckbelag vom extrem lärmarmen Typus SDA4B eingebaut werden. Seit 2015 ist dieser, wie Kissling ausführte, kantonaler Standard im Innerortsbereich. Gemeinde und Anwohner, so der Projektleiter, hätten ausdrücklich gewünscht, dass auch östlich der Einmündung Stockweg ein lärmarmer Deckbelag zu Zug kommt. Die Lärmfrage ist vorrangig, weil sich die Zahl der Motorfahrzeuge auf der Bibersteinerstrasse seit der Eröffnung der neuen Staffeleggstrasse nahezu verdoppelt hat. Einen Nachteil haben die modernen Beläge: Sie halten nur rund 15 Jahre – etwa 10 Jahre weniger als die alten, wie Bauleiter Michele Carrer einräumte.

Auf dem Ostabschnitt erübrigt sich ein Abfräsen, weil hier 2014 die Strasse im Hinblick auf das beidseitige Anfügen eines Velostreifens verbreitert wurde und noch gar kein Deckbelag vorhanden ist.

Derzeit laufen Vorbereitungsarbeiten: Es werden schadhafte Stellen des Belags, etwa bei den Bushaltestellen Obstgarten und Aabach, ausgebessert. Kaputte Randsteine und Schachtdeckel werden ersetzt. Ohne Behinderungen des Verkehrs geht das alles nicht ab, aber meistenorts müssen die Autolenker einfach ein bisschen Slalom fahren. Einzig im Bereich Einmündung Bollackerweg wurde eine Lichtsignalanlage eingerichtet.

Totalsperrung für zwei Tage

Am Wochenende vom 18. und 19. Juni folgt die «grosse Übung»: Dann wird der Deckbelag auf der ganzen Länge eingebracht. Laut Bauleiter Michele Carrer sind 900 Tonnen Material erforderlich. Der ganze Abschnitt wird während zweier Tage komplett für den Verkehr gesperrt. Der Bus nach Biberstein wird über die Staffeleggstrasse umgeleitet. Der Einbau des Deckbelags erfordert trockenes, beständiges und warmes Wetter. Bei schlechter Witterung muss der Einbau um eine Woche verschoben werden.