Aarau
Jetzt will auch die Stadt Aarau in der Aarenau Wohnungen bauen

Drei der acht Grundstücke in der Aarenau sind bisher überbaut und zum Teil von den neuen Bewohnern bereits bezogen worden. Ein viertes Baufeld wird von der Ortsbürgergemeinde genutzt. Ein Einigung mit der Landbesitzerin steht freilich noch aus.

Hermann Rauber
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Das Baufeld beim Schützenhaus will die Ortsbürgergemeinde selber nutzen – wo die Einwohnergemeinde in der Aarenau Wohnungen bauen könnte, ist noch offen. Ueli Wild

Das Baufeld beim Schützenhaus will die Ortsbürgergemeinde selber nutzen – wo die Einwohnergemeinde in der Aarenau Wohnungen bauen könnte, ist noch offen. Ueli Wild

Ueli Wild

Drei der acht Grundstücke in der Aarenau sind bisher überbaut und zum Teil von den neuen Bewohnerinnen und Bewohnern bereits bezogen worden. Ein viertes Baufeld, nämlich jenes beim unter Denkmalschutz stehenden Schützenhaus, wird von der Aarauer Ortsbürgergemeinde selber genutzt. Die Winter-Gmeind 2014 hat zu diesem Zweck einen Projektierungskredit von 910 000 Franken bewilligt.

«Wir sind im Moment an der Ausarbeitung des Vorprojektes», erklärte Stadtpräsidentin Jolanda Urech an der Gemeindeversammlung vom Montagabend im Roggenhausen. Es sei vorgesehen, den nötigen Baukredit in einem Jahr, also an der Sommer-Gmeind 2016, zum Beschluss vorzulegen.

Nutzung des Schützenhauses offen

Gegenstand der Planung ist auch der Einbezug des Schützenhauses als «Scharnier zwischen den Quartieren Scheibenschachen und Aarenau», das zu einem «Treffpunkt für verschiedene Nutzer und möglicher Interessenten» werden soll. Der konkrete Verwendungszweck des historischen Zeugen ist aber immer noch offen.

Zudem hat der Stadtrat zulasten der laufenden Rechnung 2015 einen Nachtragskredit von 50 000 Franken bewilligt, und zwar für den von der Einwohnergemeinde geplanten Spielplatz in unmittelbarer Nähe beim Wäldchen hinter dem ehemaligen Schützenhaus.

Noch vier Baufelder übrig

Bleiben in der Aarenau also noch vier Baufelder übrig, an denen auch die Stadt ein Interesse hat. Im vergangenen März habe die Einwohnergemeinde, so Jolanda Urech, der Ortsbürgergemeinde Aarau, die alleinige Landeigentümerin ist, «ein Angebot zur Errichtung eines Baurechts gemacht», unter Vorbehalt der Zustimmung des Einwohnerrates.

Das von der Stadt favorisierte Baufeld entspreche «jedoch leider nicht der Immobilienstrategie der Ortsbürgergemeinde», erklärte Urech. Deshalb erteilte der Stadtrat den ortsbürgerlichen Kommissionen den Auftrag, nochmals zu tagen und Stellung zum Angebot der Einwohnergemeinde zu nehmen. Dieser Prozess sei «noch nicht abgeschlossen».

Antrag des Stadtrats im November

Der Stadtrat wird aber an der kommenden Winter-Gmeind am 23. November den Ortsbürgern einen Bericht und Antrag für das weitere Vorgehen in der Aarenau vorlegen. Grundstücksverkäufe sind im Gegensatz zur ersten Phase der Überbauung nach dem Willen der Ortsbürgergemeinde Aarau nicht mehr vorgesehen.

Gegenstand dieser Vorlage dürfte nicht nur die Frage der Quartierentwicklung, sondern auch ein beschlossener Grundsatz der Überbauung Aarenau sein, die «einer altersmässig und sozial gut durchmischten Bevölkerung dienen und entsprechende Steuererträge generieren soll», sagte die Stadtpräsidentin abschliessend.