Auenstein/Veltheim
Jetzt sind Steinbruch-Anwohner gefragt, Beobachtungen zu melden

Eine österreichische Universität hat die Sprengarbeit der Jura Cement Fabriken AG untersucht. Für die Folgestudie, die Sprengalternativen aufzeigen soll, können Anwohner ihre Beobachtungen und Fragen bei der Gemeindekanzlei deponieren.

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Sprengung im Steinbruch der Jura Cement Fabriken AG in Auenstein.

Sprengung im Steinbruch der Jura Cement Fabriken AG in Auenstein.

Alex Spichale

Eine wichtige Arbeit der Begleitgruppe «Steinbrüche» der Jura Cement Fabriken AG (JCF) besteht darin, für die Abbauverfahren die Reduktion aller möglichen Immissionen zu überprüfen sowie Alternativen aufzuzeigen. Nachdem die JCF die Montanuniversität Leoben, Österreich, mit Untersuchungen beauftragt hatte, hat nun die Begleitgruppe an ihrer Sitzung im Januar von den Untersuchungsresultaten Kenntnis genommen.

Durchgeführt wurde die Untersuchung im Zeitraum von Mai bis November 2014. Wie die Begleitgruppe im aktuellen Mitteilungsblatt der Gemeinde Veltheim festhält, kommt die Studie zu folgenden Schlüssen: Die im Steinbruch Wildegg der Jura Cement eingesetzte Sprengarbeit entspricht dem heutigen Stand der Technik. Das Messen und die Dokumentation der Sprengerschütterungen sind professionell, sie dürften aber noch stärker mit den Sprengparametern abgestimmt werden. Die Sprengerschütterungen liegen unter einer möglichen Schadengrenze. Im Bereich der Sprengarbeit gibt es noch Optimierungspotenzial.

Folgestudie in Auftrag gegeben

Um weitere Kenntnisse zum Erschütterungsverhalten zu bekommen, wird eine Folgestudie durchgeführt. Diese hat folgende Ziele: Klärung der Wechselbeziehungen zwischen Erschütterungen und Sprengparametern, Quantifizierung des Optimierungspotenzials zur weiteren Reduktion der Sprengemissionen. «Gleichzeitig werden Alternativen zum Sprengen untersucht», führt die Begleitgruppe aus. Gegebenenfalls könne in kritischen Bereichen mit einer Kombination aus Auflockerungssprengungen und mechanischer Gewinnung gearbeitet werden. «Es gilt zu beachten, dass auch bei mechanischen Verfahren Emissionen entstehen, jedoch nicht die gleichen wie bei Sprengungen.» Letztlich gelte es aufgrund der Abklärungen abzuwägen, wo welche Verfahren eingesetzt werden können, «um im Rahmen der Wirtschaftlichkeit die Immissionen optimal zu reduzieren».

Um der Montanuniversität Leoben für die Nachfolgeuntersuchung die wesentlichen Fragestellungen mitgeben zu können, sind die betroffenen Anwohner gebeten, ihre Beobachtungen und Fragen im Zusammenhang mit dem Abbau bis Freitag, 20. Februar, der jeweiligen Gemeindekanzlei (Auenstein oder Veltheim) zukommen zu lassen. (az)