BNO-Gesamtrevision

Jetzt geht es schnell: Regierungsrat schafft wichtige Voraussetzung für das neue Aarauer Stadion

Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird die neue BNO – abgesehen von den Bereichen, die mit Beschwerden angefochten werden – noch im Februar in Kraft gesetzt werden können.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird die neue BNO – abgesehen von den Bereichen, die mit Beschwerden angefochten werden – noch im Februar in Kraft gesetzt werden können.

Der Regierungsrat hat die Gesamtrevision der neuen Bau- und Nutzungsordnung genehmigt. Damit ist das raumplanerische Fundament für das neue Stadion noch stabiler.

Nach dem Befreiungsschlag aus Lausanne, nach der Ablehnung der Stimmrechtsbeschwerden durch das Bundesgericht (AZ vom 5.12.), geht jetzt alles ganz schnell. Denn schliesslich ist das letzte grosse Hindernis weg. Der Regierungsrat hat die Gesamtrevision der neuen Bau- und Nutzungsordnung (BNO), die er bisher erst für «genehmigungsfähig» erklärt hatte, am Mittwoch genehmigt. Das geht aus der Publikation im gestrigen Amtsblatt hervor.

Damit ist das raumplanerische Fundament für das neue Stadion noch stabiler. Die entscheidende Voraussetzung für die Weiterbearbeitung der «Teiländerung Nutzungsplanung Torfeld Süd, Stadion 2017» ist geschaffen. Wenn nichts dazwischenkommt, wird die Teiländerung im zweiten, spätestens im dritten Quartal 2020 durch den Regierungsrat genehmigt werden können – analog dem BNO-Entscheid vom Mittwoch. Das wiederum ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan für das Stadion und die vier Hochhäuser. Den Gestaltungsplan kann die Stadt erst an den Kanton weiterleiten, wenn die Teilrevision rechtskräftig ist.

Bald grünes Licht für Grossüberbauungen

Die Gesamtrevision der BNO ist viel mehr als das raumplanerische Fundament für das Stadion. Sie definiert, wie in den nächsten 20 bis 30 Jahren in der Stadt Aarau gebaut werden kann.
Der Regierungsrat hat die BNO weitgehend im Sinne der Stadt Aarau genehmigt. Er machte einige kleine, meist formale Modifikationen. Gegen die neue BNO können die bisherigen neun Einsprecher bis am 2. Februar beim Verwaltungsgericht Beschwerde führen. «Das Beschwerdeverfahren ist mit einem Kostenrisiko verbunden», schreibt der Regierungsrat.

Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird die neue BNO – abgesehen von den Bereichen, die mit Beschwerden angefochten werden – noch im Februar in Kraft gesetzt werden können. Davon werden als Erste die Projekte für ein Wohngebäude an der Schönenwerderstrasse (HRS, 24 Mietwohnungen, 10 Millionen Franken) und die Überbauung Bühlrain (Erne, 10 Eigentumswohnungen, 6,5 Millionen Franken) profitieren. Später etwa der Neubau des «Aarauerhofs».

Ein Problem könnte nur dann entstehen, wenn ein Gericht den Beschwerdeführern auf Antrag hin aufschiebende Wirkung die ganze BNO gewähren würde – was als unwahrscheinlich gilt.

Autor

Urs Helbling

Urs Helbling

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