Aarau
Jetzt bekommt endlich auch Aarau ein eigenes Kulturkonzept

Sieben Personen nehmen die Aarauer Kultur unter die Lupe und sollen bis Sommer 2013 ein Konzept erstellen. Sollen in Aarau künftig möglichst viele Kulturstätten oder nur die grossen unterstützt werden? Das neue Kulturkonzept soll das klären.

Sabine Kuster
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Aarau von oben.

Aarau von oben.

AZ

In einem ersten Schritt macht die Gruppe eine Bestandesaufnahme des Aarauer Kulturlebens und sammelt die Brennpunktthemen. «Es geht darum, die Struktur der Kultur in Aarau aufzunehmen», sagt der Vorsitzende und Aarauer Vizeammann Carlo Mettauer. Dies sei nötig, da Aarau keine eigene Kulturabteilung habe. «Wir werden auch darüber diskutieren, ob Aarau die Kultur schwerpunktmässig oder in der Breite fördern will.» Entschieden sei noch nichts, sagt Mettauer, man wolle mit den Kulturschaffenden ins Gespräch kommen. Ihre Mitwirkung sei erwünscht.

Dass der Arbeitsgruppe wegen der erfolgten generellen Kulturposten-Kürzung von 5 Prozent ein frostiger Wind entgegenwehen wird, glaubt Mettauer nicht, denn das sei ein Missverständnis: «Das Kulturbudget der Stadt wurde nicht gekürzt – das wird falsch kolportiert.» Im Gegenteil gibt Aarau im laufenden Jahr 100000 Franken mehr (total 1,2 Mio.) für Kultur aus, 2013 sollen es laut Mettauer noch mal 3,4 Prozent mehr sein.

Vor allem Kunsthaus und KiFF werden mehr Geld erhalten. Aber auch das Theater TuT. und verschiedene Vereinslokale werden von der Stadt unterstützt.

Leitfaden für nächste Jahre

Das Kulturkonzept, welches die Kerngruppe jetzt erarbeitet, soll dem Stadtrat während der nächsten fünf bis zehn Jahre als Instrument in der Kulturpolitik und Kulturförderung dienen. Die Ansprüche des Stadtrates an dieses Papier sind hoch und tönen gut: Es soll in der Bevölkerung und unter den Kulturschaffenden «sinnstiftend und vertrauensbildend wirken, Transparenz schaffen sowie ein breit abgestütztes Grundsatzpapier werden», schreibt die Stadt in einer Mitteilung.