Als «grosse Herausforderung» hat Remi Bürgi im AZ-Interview (10.8.) seine Aufgabe bezeichnet, aus der Kreisschule Buchs-Rohr und der Schule Aarau eine neue, gemeinsame Kreisschule Aarau-Buchs zu machen.

Der Geschäftsführer stiess denn auch am Freitag beim ersten grossen Treffen aller Schul-Akteure auf einen Kulturunterschied: In der Kreisschule Buchs-Rohr hatte man die abtretenden Lehrpersonen bereits vor den Sommerferien verabschiedet; an der Schule Aarau tat man das bislang immer am Kickoff-Anlass zum Schulstart.

Die pragmatische Lösung: Alle durften nochmals auf die Bühne und sich von den rund 500 Anwesenden beklatschen lassen; aber nur die Aarauer – etwa Peter Roschi, der nach rekordverdächtigen 35 Jahren pensioniert wird – erhielten das ausstehende Geschenk.

Es war nicht der erste Kompromiss bei der Bildung der neuen Schule, und es wird auch nicht der letzte gewesen sein. Dennoch riefen Geschäftsführer Bürgi und Kreisschulpräsident Daniel Fondado zum Zusammenstehen auf. «Miteinander läuten wir heute das erste Schuljahr der neuen Kreisschule ein», sagte Fondado. «Und miteinander werden wir unsere neue Schule in den kommenden Jahren gestalten und Erfolge feiern, aber auch die eine oder andere Lektion lernen.»

Die wertvollsten und wichtigsten Akteure seien dabei nicht die Behörden – etwa Kreisschulrat und -pflege –, sondern die Lehrpersonen: «Was von den Behörden entschieden wird, ist nur so gut, wie es angenommen und gelebt wird.»

Fondado betonte, er respektiere, dass es an der neuen Schule Leute «mit einem Aarauer Rucksäckli oder aber einem Buchser Rucksäckli» habe. Er rief zu einem gemeinsamen Picknick auf, bei dem jeder die Kostbarkeiten aus seinem Rucksäckli auspacke und teile: «Dann können wir gemeinsam ein Festmahl namens ‹Kreisschule Aarau-Buchs› kreieren.»

Auch Geschäftsführer Remi Bürgi wies darauf hin, dass man gemeinsam in der Lage sei, schwierige Herausforderungen zu meistern. Etwa den neuen Lehrplan oder weitere drohende Sparrunden des Kantons.

Ziel sei es nun, so Bürgi weiter, Bestehendes weiterzuentwickeln und «Faules und Schlechtes» über Bord zu werfen – «auch wenn dies nicht alle von uns gleich beurteilen».