Aarau
Jeden Morgen dem Kindsgi näher: In Aarau gibt es ein neues Angebot für die altersgerechte Förderung

Zu früher Kindsgi-Start: In Aarau ist das Zwischenlösungs-Angebot des Vereins Erziehung und Bildung angelaufen. Die Kinder werden spielerisch gefördert, beispielsweise beim Basteln, Werken und Spielen.

Katja Schlegel
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Durch spielerisches Üben werden die Kinder auf den Kindsgi vorbereitet (Symbolbild).

Durch spielerisches Üben werden die Kinder auf den Kindsgi vorbereitet (Symbolbild).

Jil Lohse

Der Verein Erziehung und Bildung (VEB) hat in Aarau ein neues Angebot lanciert für Kinder, die vom Kindergarten dispensiert wurden. Kinder, die wegen des Stichtages am 31. Juli noch nicht reif waren für den Kindergarten-Alltag. Die entweder auf Gesuch der Eltern hin nicht eingeschult wurden – oder bei denen sich nach den ersten Wochen zeigte, dass sie noch nicht so weit sind.

Diesen Kindern will der VEB mit «Stark in den Kindergarten» eine altersgerechte Förderung bieten, um das Zwischenjahr nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Entsprechend rasch hat der VEB das Angebot auch gestartet; direkt nach den Herbstferien ging es los. Jeden Morgen von 8.30 Uhr bis 11 Uhr, für 35 Franken.

Drei Kinder kommen fix, weitere schnuppern

Trotz extrem kurzer Vorlaufzeit – der Start ist geglückt: «In der Spielvilla im Schachen bieten wir das Angebot bereits jeden Morgen an», sagt Brigitte Iseli, Mitglied der Geschäftsleitung und Bereichsleiterin Pädagogische Fachführung. Aktuell seien drei Kinder fix angemeldet, weitere würden noch Schnuppern. Im Clubhaus Telli gingen noch keine definitiven Anmeldungen für «Stark in den Kindergarten» ein, das Angebot ist aber aufgegleist.

Brigitte Iseli ist mit diesem ersten Echo von drei Anmeldungen zufrieden. «Wir haben nicht erwartet, dass auf einen Schlag zehn Kinder kommen.» Nicht nur, weil noch kaum Werbung gemacht wurde. Sondern insbesondere, weil der Kreis betroffener Kinder klein ist.

Ihnen gehe es auch nicht um die grosse Menge, sondern um jedes einzelne Kind, sagt Brigitte Iseli. «Es ist einfach so, dass nicht alle Kinder die gleiche Ausgangslage haben. Jedes Kind, dem wir mit unserem Angebot einen besseren Start in den Schulalltag ermöglichen können, ist ein Erfolg für die Zukunft.»

Besucht wird das Angebot nicht nur von Kindern, für die der Kindsgi-Start zu früh kam, sondern auch von den älteren Krippenkindern aus der Spielvilla, die nächstes Jahr eingeschult werden. Sie alle werden spielerisch gefördert, beispielsweise beim Basteln, Werken und Spielen.

«Wir arbeiten mit den Kindern an den Grundfertigkeiten; dem selbstständigen Anziehen, dem Ausführen kleinerer Aufträge wie beispielsweise Aufräumen, an der Fingerfertigkeit mit Schere, Papier und Leim, an der Interaktion», so Iseli. Geübt wird spielerisch, müssen tun die Kinder nichts. Ein «Kindergarten light», das es so – nach Angaben des VEB – weit über die Region hinaus noch nicht gibt.

Jetzt soll das Angebot ausgebaut werden

Zum Schnuppern kommen übrigens nicht nur Kinder in der Spielvilla vorbei: Auch Lehrpersonen interessieren sich für das neue Angebot. «Die Rückmeldungen der Lehrpersonen sind sehr gut», freut sich Iseli.

Jetzt gelte es, das Angebot auszubauen. Nicht nur in der Telli, sondern auch an den anderen Standorten des VEB in Lenzburg, Erlinsbach und Wohlen.