Aarau
James Gruntz kommt exklusiv ans «Musig i de Altstadt»

Das Aarauer Open-Air-Event soll nicht mehr weiter wachsen, aber besser werden. Das hört man dem Programm an.

Katja Schlegel
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Der Headliner des «Musig i de Altstadt»: James Gruntz.

Der Headliner des «Musig i de Altstadt»: James Gruntz.

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Das Live-Musik-Festival «Musig i de Altstadt», kurz MidA, kommt wieder. Und wie. Mit zwei Exklusivkonzerten, mit einer «Pop-Sensation», mit Swiss-Music-Award-Gewinnern, mit verrückten Professoren und Seebären, mit einer Band, die statt auf Pauken lieber auf Küchenbleche und Reisekoffer haut – und mit viel Tanzmusik. «Ein Programm, das überrascht», sagt Thomas Garcia. Und das ist volle Absicht: «Die Leute sollen sich treiben lassen, sollen Neues entdecken.»

Garcia hat das Programm gemeinsam mit Oliver Dredge ausgearbeitet. Beide haben grosse Erfahrung in Musik und Gastro. Garcia ist Musiker und führt die Tuchlaube und das Waldmeier, Dredge ist Geschäfts- und Programmleiter im KIFF Aarau. Beide haben schon früher Bands für das MidA gebucht, seit dem Komplettwechsel des Organisationskomitees im letzten Jahr sind sie nun neu für das gesamte Booking zuständig. Nach dem Grosserfolg 2016 mit rund 12 000 Besuchern war für die beiden klar: «Das Festival soll nicht grösser werden, sondern besser», sagt Garcia. Dafür setzen die beiden nicht in erster Linie auf Hitparaden-Künstler, sondern auf eine grosse Bandbreite und Qualität. «Vielfalt macht ein Programm spannend», sagt Garcia.

Tanzbären sind gut bedient

Noch sind nicht alle Bands für das Wochenende vom 25. und 26. August definitiv gebucht. Und doch lassen Garcia und Dredge die ersten Katzen aus dem Sack: Headliner am Samstagabend in der Markthalle ist James Gruntz, die «Pop-Sensation» mit der einzigartigen Stimme. Sein Konzert am MidA ist exklusiv, zwei Wochen danach kommt sein neues Album auf den Markt. Am Freitag steht mit «Käptn Peng & die Tentakel von Delphi» eine Berliner Musikformation auf der Markthallen-Bühne, auch sie mit einem Exklusivauftritt in der Schweiz. «Eine aussergewöhnliche Live-Band, die mit tiefsinnigem Rap besticht und auch mal furiose Beats mit Küchengeräten macht», sagt Dredge.

Neu ist: Nach beiden Exklusivkonzerten werden Bands für Tanzbären auf der Bühne stehen. «Wenn wir die Markthalle schon eine Stunde länger bis 1 Uhr bespielen dürfen, wollen wir Bands, mit denen so richtig die Post abgeht», sagt Garcia. Fündig wurden die beiden mit «Meute» aus Hamburg (Freitag) und «Šuma Čovjek» aus Aarau (Samstag). Weiter werden unter anderem «Crimer» (Best Talent SRF 3), «Marc Kelly» (Swiss-Music-Award-Gewinner Romandie), «Pedestrians» (Reggae), «Professor Wouassa» (Afrobeat) oder das Rock-Duo «Me+Marie» auf der Bühne stehen.

Programm war erst der Anfang

«Uns ist bewusst, dass längst nicht alle Namen der breiten Masse bekannt sind», sagt Dredge. Aber genau das sei die Chance: «Wir haben 15 Bühnen und 40 Auftritte. Wir werden bewusst den Besuchern neue, aktuelle Musik zum Entdecken vorstellen. Und wer etwas nicht mag, zieht einfach weiter zur nächsten Bühne.»

Die Qualitätssteigerung betrifft übrigens nicht nur das Programm, sondern auch die Technik. «Ohne anständige Technik und guten Tontechniker tönt der beste Musiker miserabel», sagt Garcia. Eine logistische und personelle Herausforderung, vor allem, wenn alles auch für das Worst-Case-Szenario Regenwetter vorbereitet werden muss. Dredge und Garcia nicken und lachen. Jetzt fängt die Arbeit für das gesamte MidA-OK erst so richtig an. Das Programm war erst der Anfang.

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