Oberentfelden

Jahrelanges Ringen bis vor Bundesgericht: Nun werden die Attika-Wohnungen zurückgebaut

Die Bauherrin blitzte vor Bundesgericht ab. Jetzt wird das Attika-Geschoss umgebaut.

Die Bauherrin blitzte vor Bundesgericht ab. Jetzt wird das Attika-Geschoss umgebaut.

Nach jahrelangem Rechtsstreit, der sogar vor den Bundesrichter kam, werden die unerlaubterweise gebauten Attika-Wohnungen in Oberentfelden nun verkleinert.

Auf einem modernen Mehrfamilienhaus am Badhüsliweg in Oberentfelden stehen Mulden, ein kleiner Bagger hat eben die Mauern Stück für Stück abgetragen, ein Kran hievt Baumaterial aufs Dach. Ein ungewöhnliches Bild. Und das gute Ende einer noch ungewöhnlicheren Geschichte von zwei bewilligten aber vier gebauten Attika-Wohnungen, von fälschlicherweise zu grosszügig bewilligter Geschossfläche und Rückbauverfügungen, von einem jahrelangen Hin und Her bis vor Bundesgericht.

Doch diese Kapitel sind nun abgeschlossen. Nachdem die Mieter bereits im Winter ausgezogen sind, wird nun gebaut: Aus den vier Wohnungen werden zwei Wohnungen und zwei Studios. «Um den Grundriss nicht komplett verändern zu müssen, werden die beiden äusseren Wohneinheiten nur leicht verkleinert», sagt Markus Stuker von der Oberentfelder Bauverwaltung.

Wesentlich reduziert werden hingegen die beiden mittleren Wohnungen, die zu Studios umgebaut werden. So erreichen die vier Wohnungen die ursprünglich bewilligte Gesamtfläche. Den künftigen Mietern stehen also kleinere Wohnungen, dafür aber grössere Terrassen zur Verfügung. Bereits in wenigen Wochen sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden.

Markus Stuker ist froh, dass die leidige Geschichte nun nach sechs Jahren endlich ein gutes Ende nimmt. «Es sind Geschichten, die für alle Beteiligten nicht angenehm sind.» Aber er betont auch: «Die jetzige Lösung zeigt den guten Willen aller Beteiligten und ist zu aller Zufriedenheit.»

Gemäss dem Baugesuch für den aktuellen Umbau belaufen sich die Kosten für die Verkleinerung der Wohnungen auf rund 350'000 Franken.

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