Aarau

Irène Wernli: Die Frau, die das Tanzfest in Aarau organisiert

Seit 16 Jahren lebt/arbeitet Irène Wernli hauptsächlich in London.

Seit 16 Jahren lebt/arbeitet Irène Wernli hauptsächlich in London.

An diesem Wochenende ist in Aarau Tanzfest. Irène Wernli koordiniert den Anlass, der heute in der Alten Reithalle beginnt. Dafür ist sie extra aus dem Ausland angereist.

Seit Mittwochabend befindet sich Irène Wernli wieder in der Schweiz. Genauer gesagt in Asp. Hier ist die Choreografin aufgewachsen, seit 16 Jahren lebt und arbeitet sie aber mehrheitlich in London. Dort unterrichtet die 35-Jährige zurzeit an der New Bucks Universität für Bewegung und Tanz. Der Anlass für die Rückkehr in die Schweiz: Das Tanzfest, das dieses Wochenende in der Alten Reithalle und in der Innenstadt von Aarau stattfindet. Am Tanzfest wird während mehrerer Tage in Theatern, Kulturzentren und im öffentlichen Raum getanzt, dies in 30 Städten in der Schweiz. Irène Wernli hat die Organisation für Aarau übernommen: «Ich verbinde und koordiniere sozusagen das Lokale mit dem Nationalen.» Angefragt worden sei sie zuerst als Tänzerin, Wegen ihrer Erfahrung in der Produktionsleitung habe man sich dann aber gemeinsam umentschieden.

Es begann beim Mignon Ballet

Wernli hat in Aarau den Grundstein für ihre Karriere gelegt. Ihre ersten Tanzschritte machte sie im Mignon Ballet. 2001 wurde sie in Genf ans «Conservatoire de Genève» aufgenommen. Nach einem Jahr in der Romandie zog es sie für ihr Studium nach London an das «London Studio Center». Heute pendelt die Choreografin und Tänzerin zwischen England und der Schweiz, je nach dem, wo sie ihr aktuelles Projekt gerade hinzieht.

Das Tanzfest begeistert die Asperin besonders, weil es Tanzschulen und ihren Tänzern, wie sie sagt, die Möglichkeit gibt, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie selber wird ab Sonntag auch auf der Bühne stehen, um ihm Rahmen eines «Open Jams» ihre neusten Choreografien zu präsentieren.

Riesige Hilfsbereitschaft

Irène Wernli ist mit der Projektplanung für den Anlass mehr als zufrieden: «Es ist schön, zu sehen, dass die Leute Freude an etwas haben, das auf die Beine gestellt wird.» Die Unterstützung und Bereitschaft zu helfen, sei in der Region riesig. «Zusätzlich habe ich das Glück, dass meine Schwester Claudia bei den Vorbereitungen als rechte Hand zu Seite steht.»

Auch ihre Schwester ist keine Unbekannte in der Tanzszene. Claudia Welsch und Irène Wernli sind in ihrer Kindheit und Jugendzeit als Duo an nationalen und internationalen Stepptanzwettkämpfen aufgetreten. «Im Moment ist es ein wenig, als würde sich ein Kreis schliessen», sagt Irène Wernli. «Ich treffe hier Personen, mit denen ich als Kind in der Ballettschule getanzt habe, Freunde aus London und meine Schwester, die normalerweise in Bonn wohnt.» Das Tanzfest sei eine tolle Gelegenheit, um etwas für die Region beizusteuern und natürlich auch, um die lokale Tanzszene zusammenzutrommeln.

Die regelmässige Rückkehr ist der 35-Jährigen wichtig: «Dadurch fühle ich mich hier überhaupt nicht fremd, auch wenn ich seit 16 Jahren nicht mehr fest in der Schweiz lebe. Es ist immer wieder schön, zu den Wurzeln zurückzukommen.»

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