Aarau

«Iris» muss noch der Feinschliff verpasst werden

Der Neubau (in der Bildmitte) ist als eigenständiger Baukörper konzipiert.

Der Neubau (in der Bildmitte) ist als eigenständiger Baukörper konzipiert.

Der Aarauer Stadtrat beantragt einen Projektierungskredit von 580000 Franken für die Erweiterung der Primarschule und des Kindergartens Gönhard.

Der Aarauer Stadtrat beantragt für die Erweiterung der Primarschule und des Kindergartens Gönhard einen Projektierungskredit von 580 000 Franken. Mit eingeschlossen im Projekt ist auch die Sanierung und Umnutzung des Altbaus Kindergarten I. Das im Architekturwettbewerb siegreiche Erweiterungsprojekt «Iris», erklärt der Stadtrat in seiner Botschaft an den Einwohnerrat, ergänze die denkmalgeschützte Schulanlage auf zurückhaltende und überzeugende Weise. Aufgrund der einfachen Bauweise des Neubaus liessen sich die Investitionskosten als wirtschaftlich bezeichnen. Trotzdem soll in der Projektierungsphase versucht werden, den Grundriss und die Konstruktion zu präzisieren. Die Geschossflächen, schreibt der Stadtrat, seien zu optimieren, ohne dass dadurch der positive städtebauliche und architektonische Gesamteindruck leide.

Der im Grundriss quadratische Neubau kommt in der Südostecke des Schulareals zu stehen. Das Projekt sieht einen eigenständigen, von der bestehenden Anlage losgelösten Baukörper vor. Eine Anlehnung ans Erscheinungsbild der aktuellen Schulanlage ist nicht zu erkennen. Auch auf eine gedeckte Verbindung wird verzichtet. Das als Holzsystembau konzipierte Gebäude wird von einem gefalteten, leicht geneigten Dach überspannt. Die Fassade besteht aus einer Vertikalholzschalung. Die zentrale Wärmeversorgung erfolgt über die bestehende Heizzentrale im Trakt 1 der Schulanlage. Der Neubau soll mit einer Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet werden. Gemäss geltendem Gebäudestandard 2008 soll der Bau nach Minergie-Eco zertifiziert werden.

Die Primarschulräume im einzigen Obergeschoss und der Kindergarten im Erdgeschoss werden separat erschlossen: Der Zugang zu den Primarschulräumen erfolgt über einen grösseren Vorplatz, jener zum Kindergarten direkt von der Dufourstrasse her. Der Altbau Kindergarten II aus den Achtzigerjahren muss dem Neubau weichen. Im unter Schutz stehenden Kindergarten I aus den Fünfzigerjahren werden die heilpädagogischen Sonderräume und das Lehrerarbeitszimmer untergebracht.

Am Ende vors Volk?

Bei der Vorstellung von «Iris» Ende Juni dieses Jahres schätzte Stadträtin Franziska Graf, dass der Baukredit im Herbst 2016 beantragt werden könne. Sind mehr als 6 Mio. Franken erforderlich, hat das Volk darüber zu befinden. Im Wettbewerbsprogramm ging man von einem Kostenziel von 5,08 Mio. Franken aus. Aktuell wird mit 6,55 Mio. Franken inklusive Mehrwertsteuer zuzüglich Teuerung gerechnet. Auch wenn man die 600 000 Franken für das Bauzeitprovisorium abzieht, bleibt gegenüber dem Kostenziel eine Differenz von 870 000 Franken. Laut Botschaft des Stadtrats wurden bei der Definition des Kostenziels die gebäudeinternen Erschliessungsflächen für den Primarschulteil zu optimistisch eingeschätzt. Die Kosten für die Umgebungsgestaltung und die Baunebenkosten wurden zudem unterschätzt.

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