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Investor will mit «FC Aarau Frauen» durchstarten – bisheriger Vorstand ist zurückgetreten

Der FC Aarau Frauen soll an eine zu gründende Aktiengesellschaft angelehnt werden, hinter der ein in der Region Aarau bekannter Investor steht.

Der FC Aarau Frauen soll an eine zu gründende Aktiengesellschaft angelehnt werden, hinter der ein in der Region Aarau bekannter Investor steht.

Bei den «FC Aarau Frauen» endete gestern Abend ein Kapitel. Der bisherige Vorstand ist in corpore zurückgetreten. Neue Leute sorgen für ungewohnten Wind. Es ist sogar ein Restaurant geplant.

«Wir haben uns zuletzt monatelang weh getan», erklärte Michel Schauenberg, der abtretende Präsident der «FC Aarau Frauen» an einer ausserordentlichen Vereinsversammlung. Es ging um die Zukunft des Vereins. Insbesondere das Eliteteam hatte klar gegen den amtierenden Vorstand Position bezogen (AZ vom Donnerstag). Doch es kam am Montag nicht zum Showdown: Das Konzept «FC Aarau Familie» stand gar nicht mehr zur Diskussion. Der Vorstand hatte es bei Versammlungsbeginn zurückgezogen.

Was bei der bei der Präsentation des Zwischenabschlusses (per Ende Mai, das Vereinsjahr endet Ende Juni) und bei der Vergangenheitsbewältigung in Sachen Vereinsdemokratie bekannt wurde, ist kein Ruhmesblatt: Es hat seit der Vereinsgründung im Jahr 2017 nie eine ordentliche Generalversammlung gegeben, es ist nie eine Rechnung revidiert worden (was die Statuten allerdings auch nicht vorsehen) und der Verein ist mit einem Minus von fast 100000  nahe an der Überschuldungsgrenze. Dieses Loch wird im Hinblick auf die  ordentliche GV im  Spätsommer noch einige Probleme bereiten: Der neue Vorstand hat gestern unmissverständlich klar gemacht, dass er nicht gewillt ist, alte Schulden zu übernehmen.

Der Verein soll nun an eine zu gründende Aktiengesellschaft angelehnt werden, hinter der ein in der Region Aarau bekannter Investor steht. Das Businessmodell sieht unter anderem vor, in Kooperation mit den «FC Aarau Frauen»  in Aarau ein Restaurant zu führen – auch zur Generierung von zusätzlichen Einnahmen. Man will rasch in die NLA aufsteigen. Zwei bis drei Spielerinnen sollen Halbprofis sein. Das Budget lag schon jetzt bei 300'000 Franken.

Mit 37 zu 4 Stimmen (bei 4 Enthaltungen) wurden in den Vorstand gewählt: Willy Wenger (Präsident), Walter Beerli (Vizepräsident), Thomas Hochuli, Martin Schwaller und Marisa Brunner. Es fehlt noch ein  sportlicher Leiter. (uhg)

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