In der Aarenau wächst der Rohbau – und der Schilderwald. Seit ein paar Tagen stehen auf Baufeld 2 zwei Tafeln; eine für das Quartierbistro im Schützenhaus, eine für die drei Wohnhäuser.

Nach einer Submissionsbeschwerde, welche die beiden Bauprojekte während Monaten ausgebremst hat, rückt zumindest die Fertigstellung des Quartierbistros in greifbare Nähe: «Sommer 2018» steht gross auf der Tafel – zusammen mit dem Hinweis, dass noch immer nach einem Mieter gesucht wird.

«Der Vermietungsprozess läuft tatsächlich immer noch», sagt Margrit Röthlisberger, Leiterin der Sektion Liegenschaften der Ortsbürgergemeinde, und bestätigt die Gerüchte aus dem Quartier, wonach aktuell eine zweite Ausschreibungsrunde durchgeführt werde.

Bei der ersten Ausschreibung hätten sich viele Interessenten gemeldet und die Unterlagen angefordert, und nach einer Besichtigung vor Ort sei eine definitive Bewerbung eingegangen.

«Wir haben daraufhin in einer zweiten Runde die damaligen Interessenten nochmals angeschrieben und auch Aarauer Gastronomen kontaktiert», sagt Röthlisberger. Dies, um dem Stadtrat, der über die Vergabe des Bistros entscheidet, eine gute Auswahl verschiedener Konzepte unterbreiten zu können.

«Wollen Versprechen halten»

«Uns ist wichtig, das Versprechen, das wir den Ortsbürgern und den Quartierbewohnern gegeben haben, zu halten», sagt Röthlisberger. Das Bistro im denkmalgeschützten Schützenhaus aus dem Jahr 1924 soll nicht einfach eine Beiz werden, sondern ein Scharnier zwischen dem alten und dem neuen Scheibenschachen. «Ein Ort, der das Quartierleben fördern soll», sagt Röthlisberger. Das stellt hohe Ansprüche an die zukünftigen Betreiber oder Betreiberinnen, auch was die Wirtschaftlichkeit anbelangt. «Das Schützenhäuschen ist nicht gross – so etwas rentabel zu führen, ist eine Herausforderung.» Röthlisberger ist aber zuversichtlich, geeignete Pächter oder Pächterinnen zu finden. Bereits hätten weitere Gastronomen gemeldet, dass sie sich noch bewerben werden. Auf einen Termin, wann denn das Bistro – wie auf der Tafel angekündigt – im «Sommer 2018» eröffnet werde, will sie sich aber nicht festlegen. «Das wird sich zeigen.»

Auf den Ausbau des Schützenhauses hat die Vergabe übrigens keinen Einfluss. Aufgrund des gegebenen Grundrisses und des Schutzstatus durch die Denkmalpflege bleibt laut Röthlisberger kein grosser Handlungsspielraum in der Gestaltung der Inneneinrichtung oder der Küche.

In die Höhe geht es bei den drei Wohnbauten direkt neben dem Schützenhaus, die zweiten Geschosse sind demnächst fertig gemauert. Auch wenn man den Eindruck gewinnt, dass die Arbeiter unter Hochdruck arbeiten; eine Änderung im neu überarbeiteten Terminplan wird nicht angestrebt. «Der Bezug ist und bleibt auf Frühjahr 2019 geplant», sagt Röthlisberger. Den rund sechsmonatigen Verzug durch die Submissionsbeschwerde aufzuholen, sei weder beabsichtigt noch möglich.

Familienwohnungen gefragt

Starten wird demnächst die Vermarktung der 36 Mietwohnungen. Bereits seit Monaten würden sich immer wieder Interessenten melden, sagt Röthlisberger. Definitive Anmeldungen seien noch keine eingegangen. «Aber wir konnten bereits zahlreiche Parteien mit Dokumentationen bedienen und Interessennachweise entgegennehmen, das freut uns sehr.» Besonders gross sei das Interesse an den beiden 5½-Zimmer-Wohnungen.

Insgesamt investiert die Ortsbürgergemeinde 16 Millionen in die beiden Projekte.