Dies teilt die TBS Strom AG mit, die in Suhr seit 2012 mit ihrem Standardprodukt zu 100 Prozent Naturstrom vertreibt.

Im Herbst 2011 hatte der Verwaltungsrat der TBS Strom AG entschieden, ab Januar 2012 die Grundversorgung in Suhr vollständig mit Strom aus Wasserkraft zu erbringen. Damit sei der Umstieg auf Naturstromprodukte für eine breite Bevölkerungsschicht erschwinglich geworden, erklärt die TBS-Geschäftsleitung.

Obwohl der Wechsel auf das herkömmliche Stromprodukt mit einem hohen Anteil an Kernenergie nach wie vor angeboten werde, machten davon nur wenige Kunden Gebrauch.

Regional produzierter Strom

Auf Anfang dieses Jahres hat die TBS Strom AG die Naturstromprodukte des früheren Lieferanten durch zwei eigene Produkte mit regional produziertem Strom und deutlich reduziertem Preis ersetzt.

Der Solarstrom, der in den beiden Produkten enthalten ist, wird vorwiegend durch Photovoltaikanlagen im eigenen Dorf produziert. In Suhr werde deshalb 25-mal mehr Solarstrom verwendet als im Jahr zuvor, schreibt die TBS.

Die Einführung der neuen Produkte habe den Energiemix in Suhr signifikant verbessert. Der Anteil der erneuerbaren Energien habe im Jahr 2012 mit 52,6 Prozent, gegenüber 15,4 Prozent im Vorjahr, einen neuen Höchststand erreicht.

Entgegen dem allgemeinen Trend ist der Stromabsatz in Suhr angestiegen. Grund dafür sind Produktionserweiterungen der Industriekunden.

Die Technischen Betriebe Suhr sind per 1. Januar 2011 aus der Gemeindeverwaltung Suhr herausgelöst und in die drei Aktiengesellschaften TBS Strom AG, TBS Wasser AG und TBS Telekom AG überführt worden.

Die drei Gesellschaften führen das gesamte bisherige Geschäft der Technischen Betriebe mit dem Personal aus der alten Rechtsform weiter. Per 1. Januar 2012 wurden die Gesellschaften in einer Holding zusammengeführt. Die TBS Strom AG versorgt rund 5000 Haushalt-, Gewerbe- und Industriekunden und setzt jährlich rund 81 GWh elektrische Energie ab. (az)